GESUNDES ESSEN - BIO

Gesundheitsbewusste Menschen leben gesünder und kaufen sich entsprechende Lektüre, Zeitschriften, schauen sich entsprechende Dokus an, bewegen sich mehr, investieren in ihre Gesundheit - bla, bla, bla. Du kennst solche Sätze. In meinen Augen entsteht vor unseren Augen ein Zweiklassensystem. Tatsächlich hat Gesundheit mit dem sozialen Gefüge, dem Einkommen etc. zu tun. Und da setzt mein Gedanke an. Gesundheit ist etwas selbstverständliches und natürliches. Und das fängt tatsächlich im Kiosk an. KnowHow ist derart "teuer" geworden, sodass viele Mythen & Ängste im Umlauf sind. Vor kurzem brachte die Geo Wissen eine neue Reihe raus mit dem Schlagwort "Ernährung". Eine super Zeitung, schlüssig, kritisch & über den Tellerrand schauend geschrieben. Ich betrachte die Zeitung nicht mit meinen "Paleo" Augen, sondern aus der Sicht des Bürgers, welchen ich beim Einkaufen und seinen ausgewählten Lebensmitteln beobachte. Warum wird solch eine Zeitung nicht für 1,50€ verkauft - sind Grundlagen der Ernährung nicht der allgemeinen Bildung gewidmet oder sind aufgeklärte Menschen, die mit Knowhow ihre Lebensmittel auswählen und vielleicht das Angebot der Lebensmittelindustrie neu sortieren, nicht erwünscht? Was würde passieren, wenn die Menschen durch ihren Lebensstil auf einmal "gesünder", vitaler, leistungsfähiger oder gar weniger Krank  wären.  

Die Zeitung ist in meinen Augen einen Kauf wert, allerdings erreicht sie nicht jeden. Daher gebe ich kurz und knapp einen Überblick aus den Kernaussagen. Ich werde teils nur Stichpunkte schreiben und unten den Autor des Artikels für die Grundlage erwähnen. Wer mehr erfahren möchte, kauft die Zeitung bitte im Kiosk.


BIO


Egal mit wem ich spreche - Bio wird sehr oft belächelt oder skeptisch gesehen. Ist ja "nur" ein Zertifikat. Ist eh nicht gesünder. Viel zu teuer.

  • Bio wird nachgefragt: Umsatz von 2000-2015 von 2,1 auf 8,6 Milliarden Euro gestiegen.

GRÜNDE FÜR BIOKAUF

  • ethische: Umweltschutz, Leben von den Nutztieren schonen
  • sich etwas gutes tun - man nimmt an, sie seien gesünder als herkömmliche Nahrungsmittel

UNTERSCHIED KONVENTIONELL & BIO

  • Die Produktionsmethoden unterscheiden sich grundlegend. Geregelt wird dies durch verschiedene Erzeugerverbände (Bioland, demeter, etc.)  oder EU-Öko-Verordnung
  • Bio ≠ synthetische Pestizide verwenden, nur in Ausnahmen und Ausmaß Pflanzenschutzmittel natürlichen Ursprungs einsetzen
  • Schutz vor Schädlingen: spezielle Fruchtabfolgen (Variation der Bepflanzung Jahr für Jahr)
  • Unkraut wird gejätet oder geflammt
  • Fallen für Schädlinge werden aufgestellt
  • Kunstdünger & Gülle weitestgehend verboten - stattdessen: Mist & Kompost aus eigener Produktion
  • Tiere: mehr Platz, kein künstlich angereichertes Kraftfutter, kein genetisch verändertes Futter, seltener Antibiotika

ZWISCHENFAZIT: Ökoanbau fördert Artenfielfalt, hat positiven Einfluss auf die Umwelt, verbessert die Boden- & Grundwasserqualität, weniger Treibhausgase

 

NÄHRSTOFFGEHALT BIO | KONVENTIONELL

Nährstoffe und unerwünschte Inhaltsstoffe (Bakterien, Keime, Petizidrückstände) wurden von vielen Studien verglichen. Wie beeinflussen unterschiedlich produzierte Lebensmittel das Immunsystem des Menschen.

  • Bio hat keinen messbaren Vorteil für die Gesundheit (Institut für Physiologie und Biochemie der Ernährung | Max-Rubner-Institut). Bio und konventionell unterscheiden sich im Detail - nach heutigem Wissensstand für die Gesundheit des Menschen nicht von Bedeutung
  • Pestizide: Bio deutlich weniger/bis gar keine Rückstände von Pestiziden; Konventionell erreicht meist nicht die von der EU erlaubten Höchstmengen
  • Grenzwerte der EU sind so ausgelegt, dass in der Regel (solche Formulierungen findet man recht häufig in der Zeitung) selbst bei hundertfacher Aufnahme keine gesundheitlichen Probleme äußern können [gerade bei der aktuellen Debatte bzgl. Monsanto, Round Up, Glyphosat & Co bin ich mir dieser Grenzen nicht sicher]
  • Bio enthält im Durchschnitt gleiche Nährstoffe wie Konventionell
  • AUSNAHME FETTSÄUREN - die Fette von Kühen, welche artgerecht gehalten werden, weisen ein günstigeres Fettsäureprofil bzgl. Omega 3/6 auf
  • GRÜNDE: Soja, Mais, Getreide machen sich in der konventionellen Aufzucht bemerkbar
  • wenn die Kuh Klee, Weide, Gras frisst [was wohl ihre natürliche Ernährung entspricht], macht sich das im Fleisch bemerkbar
  • Bio-Fleisch enthält seltener Keime, die gegen div. Antibiotika resistent sind

BIO NUN GESÜNDER?

Die Studienlage ist schlecht, da man großangelegte Vergleichsstudien durchführen müsste (die einen essen konventionell, die anderen Bio).

Eine Studie wird erwähnt, wo eine Gruppe über mehrere Wochen Bio-Äpfel und Bio-Karotten verzehrte - die andere Gruppe aß konventionelle Äpfel und Karotten.

Ergebnis: Kein unterschied. [eventuelle Co-Faktoren werden nicht erwähnt]

 

KONSUMENTEN GESÜNDER

  • von 13000 Deutschen wurde das Ernährungsverhalten untersucht - Bio-Konsumenten sind überdurchschnittlich gesund
  • SCHLUSSFOLGERUNG: Bio-Käufer leben bewusster. WARUM: mehr Obst, mehr Gemüse, weniger Übergewicht, rauchen weniger, aktiverer Lebensstil, bewussterer Umgang mit Fleisch

Forscher sind sich einig, dass Bewusstsein, ethisch verantwortlich zu handeln, fördert das persönliche Wohlergehen.


MEIN FAZIT ZU DIESEM ABSCHNITT


Nährstofftechnisch muss sich konventionell nicht hinter Bio verstecken. Wenn es um Pestizide geht, sind mir die Aussagen zu schwammig, gerade bei den aktuellen Debatten, wenn es um Pestizide geht. Wenn wir den vollen Benefit von Fleisch nutzen wollen, fängt es bei der Aufzucht an. Denn da macht es sich im Omega 3/6 Verhältnis bemerkbar. Wenn es um das Umweltbewusstsein geht, liegt Bio vorn. Wir haben nur den einen Erdball und der Mensch ist in konventioneller Weise noch immer der Meinung, er ist der Eigentümer, welcher denkt er könnte mit den Ressourcen, Böden und Gewässern tun und machen, was er will. In meinen Augen wird die Rechnung auf lange Zeit nicht aufgehen. Achtsamkeit mit der Umwelt und den Tieren, in gleichermaßen Nutzen, leben - das bedeutet in meinem Sinne: Bio.

Es gibt bzgl. Bio noch weit aus bessere Systeme. Mit unter macht es Sinn, sich mal in das Thema Permakulturen rein zu lesen.

Danke fürs Lesen,

Paleo Lifestyle Coach Carsten


Der Artikel "Die Natur als Vorbild" in der GEO Wissen "Ernährung"  (Ausgabe Nr. 1) wurde von Ute Kehse geschrieben. Falls du  die tollen Bilder anschauen möchtest und mehr Informationen lesen möchtest, empfehle ich dir die Zeitung zu kaufen. 


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Carsten Wölffling (B.Sc) 

barfüßiger Sporttherapeut, Food- & Paleo Lifestyle Coach, Biohacker

+49 (0) 176 530 57 135 | functional.basics@gmail.com





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