Gesunde Ernährung

Wie schaut eigentlich eine gesunde Ernährung aus?



Lesezeit

Gliederung

 



Im Bereich der gesunden Ernährung gibt es zig Ernährungstrends, Empfehlungen & noch mehr Mythen. Wer soll da noch einen Durchblick behalten? In zig Coachings & Ernährungsberatungen spielen die Ernährung immer wieder eine zentrale Rolle.

  • Deine Ernährung ist deine Medizin.
  • Dein Sprit für deinen Körper.
  • Deine Baustoffe für jede Zelle.

In vielen Coachings bekomme ich oft die Fragen, ob denn "dies" oder "das" gesund sei. Im Grunde sagt dir das dein Körper. Vielleicht sprichst du aber nicht mehr die Sprache "Körper". (D)eine gesunde Ernährung ist im Grunde nicht schwer! Da aber sehr viele Ernährungsmythen kursieren, welche sich scheinbar sehr gut halten und mal mehr oder weniger durch die Medien getrieben werden, habe ich den Nutrition IQ geschrieben.

 

Viele kennen sich irgendwie mit Ernährung aus. Für meine Klienten und Seminarteilnehmer habe ich das Buch geschrieben, welches die Basics der Ernährung anschaulich und einfach erklären.

 

In meinem Brainfood Seminar, welches ich 2013 erstmals durchgeführt habe, mache ich dich zu deinem eigenen Ernährungs- & Gesundheits-Coach.

  • Praktisches Wissen für deinen Alltag,
  • Wie nimmt man nachhaltig ab oder zu?
  • Warum hast du Nahrungsunverträglichkeiten

Mehr dazu findest du auch in meiner Akademie.

 

Du musst kein Biochemiker, Endokrinologe (Hormonspezialist), Heilpraktiker oder Ökotrophologe sein, um ein fundiertes Grundverständnis von Funktionsweisen deines Körpers, Nährstoffen & Lebensmitteln zu besitzen. Natürlich habe ich dir hier die Grundlagen online gepackt.


Gesunde Ernährung: 13 gesunde & artgerechte Tipps


Bevor wir hier ins eingemachte gehen und ich dir im Grunde alles zusammentrage, was ein Ernährungsberater in seiner Ausbildung lernt, schauen wir direkt mal auf den Teller. Gibt es Regeln, an denen du dich orientieren kannst, sodass deine Ernährung für dich gesund ist? Ja, gibt es.


1.) Abwechslung auf dem Teller


Iss nicht immer das gleiche. Wann hatten wir in unserer Evolution immer das gleiche?

 

Du könntest aber jetzt sagen: "Ich habe doch Abwechslung. Ich esse früh mal Müsli, mal Brot, mal Cornflakes, Mittag gibt es mal Pasta, mal Lasagne, mal ein belegtes Brot und zum Abend gibt es dann mal Pizza, mal Brötchen oder klassisches Abendbrot."

Die Form schaut zwar anders aus, aber die Inhaltsstoffe sind sehr häufig die gleichen. Getreide, verarbeite Nahrungsmittel, Zusatzstoffe & Co.

 

Alles, was du isst, ist erstmal giftig. Klingt komisch, oder? Du isst ja nicht nur Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette, sondern auch Bakterien, Vieren, Pilze & alles, was noch so umfleucht da draußen. Dafür haben wir ein Immunsystem. Das springt also an, wenn du etwas isst. Je mehr Abwechslung, desto breiter stellt sich auch dein Immunsystem auf.

 

Orientiere dich an der regionalen Saison. Was wächst im Umkreis von 50km bei dir?


2.) Trink ausreichend Wasser


Wenn ich in Seminaren frage: "Wie viel sollen wir trinken"? Zu 95% bekommst ich diese Antwort: 2 bis 3 Liter.

  • Merk dir zwei Zahlen: 30-50ml pro Kilogramm Körpergewicht.

Mehr, wenn es warm ist, du schwitzt und dich viel bewegst. In der Natur wirst du keine Wasserquelle finden, welche nach Cola, Eistee oder Coctail schmeckt. Die Basis ist und bleibt Wasser! Schmeckt dir nicht?

 

Schnippel dir eine Zitrone oder Beeren rein. Tee ist auch vollkommen in Ordnung.

  • Alkohol macht keinen Sinn - wirkt immer toxisch (giftig) auf deine Nervenzellen und liefert Kilokalorien, welche du aus besseren Quellen beziehen solltest.

Bevor du dir jetzt den Kopf zerbrichst, welchen Wasserfilter du kaufen solltest, bevor du ausreichend Flüssigkeit trinkst: Trink etwas!


3.) Gemüse, Gemüse, Gemüse, Obst


Wie langweilig, oder? Gemüse schmeckt doch sch*** und ist langweilig. Gemüse ist richtig geiler scheiß. Vitamine, Ballaststoffe, Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe - alles verpackt in einem gut schmeckenden, mit im besten Falle Sonne getankten Gemüse. Gemüse ist die Basis.

 

800 bis 1500g am Tag. Je nach Saison alle Farben. Zu jeder Mahlzeit gehört Gemüse. IMMER.

Schmeckt trist? Probiere Gewürze und ganz neue Kulturen aus (ayurvedisch, TCM, Mediterran). 

 

Du kannst auch einen großen Gemüseanteil in einen Mixer werden und zu Smoothies verarbeiten. Funktioniert auch gut.

Aber dennoch gut einspeicheln und kauen. Die Zähne sitzen im Kiefer. Dieser benötigt Druck und Zug. Trinkst du nur noch deine Nahrung, dann fällt dir vielleicht dein Zahn in dein Smoothiebecher.

 

Obst kann gegessen werden, auch wenn der ein oder andere sagt, dass Fruktose eine Fettleber verursacht. Gemüse ist die Basis und dann mal Obst. Wie viel pro Mahlzeit hängt zum einen von deinem Appetit und Hunger ab und dazu hab ich den artgerechten Teller entwickelt.


4.) Iss genügend Eiweiß


Du glaubst nicht, wie oft ich in Ernährungsberatungen einen Eiweißmangel gefunden habe. Die DGE empfiehlt 0,8g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Mal davon abgesehen davon, dass du, wenn du dich an den Empfehlungen der DGE hältst mit einem Bein im Krankenhaus stehst, ist das zu wenig.

 

Schon alleine, wenn du Verdauungsprobleme hast und die 0,8g pro kg/KG zu dir nimmst, heißt das nicht, dass du ausreichend davon verstoffwechselst.

 

1,6-3g Eiweiß pro kg/KG sind zeitweise vollkommen in Ordnung. Wenn wir in unserer Zeitgeschichte der Jäger und Sammler mal erfolgreich mit der Jagd waren, dann gab es auch mal Fleisch. Da wurde nicht getrackt, sondern gegessen.

 

Dein Körper benötigt Eiweiß, weil ALLES aus Proteine (Eiweiße) besteht. Wo du das Eiweiß herbekommst, erfährst du im nächsten Punkt.


4.1) Deine Eiweißquellen


Alles was fliegt, schwimmt und Beine hat kann gegessen werden. Bevorzuge die Innereien. Muskelfleisch ist eher "bille" Verpackung. Wenn man Aufzeichnungen von Naturvölkern betrachten, dann wird vorzugsweise die Leber und das Herz gegessen. Muskelfleisch ist nicht so beliebt, wird aber auch gegessen.

 

Fisch ist sehr unter Verruf geraten, da wir auf gut Deutsch Schweine sind, wenn es um unseren Planeten geht. Orientiere dich hier an Fischen, welche nicht so alt & groß werden.

  • Auch die Siegel MSC & ASC geben dir eine gute Richtung!

Insekten können auch gegessen werden! Super Ökobilanz, viel Eiweiß auf wegen Raum. Selber züchte ich daheim Insekten. Moderne "Landwirtschaft" in den eigenen vier Wänden.

 

Hülsenfrüchte enthalten auch Eiweiß, ist aber nicht super verfügbar für den Körper. Wenn du eine Chili con Carne gegessen hast, was siehst du dann meistens wieder?

 

Den Mais. Glückwunsch. Das Maiskorn ist seiner Bestimmung gefolgt und liegt nun im besten Dünger. Blöd nur, dass dieser zeitgleich auch in der Schüssel liegt. Um den Kreislauf zu schließen wäre eine tiefe Hocke in der Natur besser für das Maiskorn. Für dich im übrigen auch.


5.) Fett macht nicht Fett & ist extrem wichtig für deinen Körper


Eigentlich ist das ein bisschen kontrovers.

 

Warum? 1 Gramm Fett enthält 9 Kilokalorien. Isst man am Tag 200g Fett sind das 1800 Kilokalorien. In meiner damaligen Massephase habe ich mal eine Shake getrunken, welche aus Quark und 100g Distelöl bestand. Das waren über 1000kcal mit einmal. Kann man mal machen, empfehle ich aber keinem!

 

Was damit gemeint ist, dass Fett(säuren) für uns essentiell, also wichtig sind. Wir benötigen Fette für

  • unsere Nerven,
  • für unsere Zellen,
  • für das Gehirn,
  • für den Transport von Vitaminen.

Außerdem schmeckt alles mit Fett besser (Grüße an die französische Küche). Auch Steroidhormone, wie Testosteron, Östrogen(e), Cortisol, DHEA, Progesteron & Co benötigen Fettsäuren.

 

Wenn du kein Fett isst, dann kannst du dich auch gleich kastrieren.

  • 1g Fett pro Kilogramm Körpergewicht sollten es mindestens sein!

5.1) Fett ist nicht gleich Fett


Bevor du dir jetzt ein Stück Butter rein schiebst oder du einen Hieb aus der Sonnenblumenöl-Flache nimmst:

  • Fett ist nicht gleich Fett.

Um es unnötig an dieser Stelle zu kompliziert zu machen.

  • Verzehre vorwiegend Fette aus Fisch und reduziere stark verarbeitete Pflanzenöle, welche schnell oxidieren (ranzig werden), sehr viel Omega 6 enthalten (wirkt entzündlich).

Auf gut Deutsch:

  • Ghee, Butter aus Weidehaltung (artgerechte Haltung), Kokosöl, Olivenöl, frisches Leinöl, Hanföl, Nussöle für die kalte Küche, MCT, Nüsse
  • Fisch aus kalten Gewässern, Krillöl, Innereien, Talg, Schmalz, Kokosmilch

6.) Nutze Gewürze


Oben bereits beim Gemüse habe ich schon einmal Gewürze erwähnt. Bestimmten Gewürzen wird immer wieder der heilige Gral überreicht (Kurkuma, Pfeffer, Ingwer, Oregano, ...).

  • Das ist schon richtig, dass die sekundären Pflanzenstoffe, Terpene, ätherischen Öle & Co tolle Wirkungen auf den Körper haben.

Wähle bitte die Kräuter nicht nach ihren Inhaltsstoffen aus, sondern weil sie deine Speise pimpen und kulinarisch abrunden.

Ob frisch oder getrocknet - experimentiere!


7.) Bereite deine Speisen schonend zu


Vielleicht muss es mal schnell gehen, aber das bedeutet nicht, dass du deine Herdplatte auf Vollgas stellst und dein Essen verbrennen musst. Schwarzes & qualmendes Essen heißt in diesem Sinne nicht gar oder durch! Folgende Zubereitungsformen sind mit die besten (oben gut und nach unten semi-gut):

  • Dampfgaren
  • Rohkost
  • Dünsten
  • Im Ofen garen
  • Braten
  • Kochen

8.) Nimm die Zeit beim Essen OHNE Ablenkung


Wenn man andere Kulturen, jenseits von Stand-Alone-Imbiss-Food betrachtet, dann ist Essen immer der Treff von mehreren Menschen, welche sich dann über den Tag austauschen (Erfahrungen weiter geben etc.). 

 

Kaue gründlich deine Nahrung. Schmecke und fühle, wie sie sich im Mund verändert. Ja, man kann vorher sein Essen kurz zu recht machen und mal in gängigen Social Media Plattformen teilen. Danach ist aber gut. Handy weg, keine Ablenkung und dann wird in Ruhe gegessen!


9.) Mal nicht essen


Das Stichwort ist intermittierendes Fasten. Mal Spätstücken. Erst auf die Jagd gehen und dann was futtern. Für den heutigen Alltag bedeutet das:

Erst Bewegen - dann Essen.

 

Intensives Training - mehr Essen. Sehr einfacher Grundsatz. Wir kommen mal mit weniger besser aus, als eine hohe Mahlzeitenfrequenz, zu viel Energie und zu wenig Bewegung.

  • Beschränke dich auf 15 bis 21 Mahlzeiten in der Woche.

9.) Meide Nahrung, welche dir schadet und dich entzündet


Du hast vielleicht gemerkt, dass ich kein Getreide und Co oben erwähnt habe. Monotonie und stark verarbeite Lebensmittel entzünden deinen Körper und das ist blöd, da dies sich altern lässt und wichtige Baustoffe für unnötige Reparaturprozesse drauf gehen, welche du auch nutzen könntest um noch mehr Performance im Alltag zu haben.

 

Meide, Streiche, Verzichte, Lass weg:

  • Getreide (Weizen, Dinkel, Roggen)
  • Pseudogetreide
  • Milch(produkte)
  • raffinierter Zucker
  • Hülsenfrüchte (Mais, Bohnen - also die Babys in der Schale, Kichererbsen, Erdnüsse)
  • Alkohol - wirkt immer neurotoxisch

9.1) Sauerteig, Einweichen, Sprossen, Ankeimen und so


Warte mal!

  • Ich habe da mal was von Sauerteig gelesen, dass dieser besser ist.
  • Auch wenn man Hülsenfrüchte einweicht, dann ist das besser bekömmlich.

Das Stichwort ist Bekömmlichkeit. Sprossen ziehen, Hülsenfrüchte einweichen bzw. keimen lassen & fermentierter Sauerteig sind kein Fast Food. Es bedingt, dass du die Lebensmittel vorher bearbeitest. Diese Verarbeitungstechniken reduzieren Antinährstoffe und machen die Lebensmittel besser bekömmlich.

  • Beachte Punkt 1: Abwechslung auf dem Teller!

Mal ein Stück Sauerteig. Mal ein paar Sprossen., Mal ein paar Hülsenfrüchte sind etwas anderes als 5mal die Woche 200g Tofuschnitzel und täglich Abend(sauerteig)brot.

 

Achte auf deinen Körper: Symptome, wie Blähungen, Müdigkeit, Heißhunger & Brainfog sind Andeutungen, dass dein Körper damit gerade nicht zurecht kommt.

  • Lass es weg, bereite deinen Körper mit kleinen Dosen darauf vor oder reduziere die Frequenz. 

12.) Fermente essen


Bakterien sind wichtig und überall. Das erste, womit du als Baby zu tun bekommst, sind Bakterien. Je nach dem wie  du auf die Welt kommst (natürliche Geburt oder Kaiserschnitt) haben die ersten Bakterien einen großen Einfluss auf deine spätere Gesundheit.

 

Fermentiere Lebensmittel, wie Kimchi, Sauerkraut, Kombucha & Wasserkefir liefern die kostbare Bakterien für deinen Körper.


13.) Nahrungsergänzungen


Wenn ein Mangel besteht, dann kommt der ja nicht von irgendwo. Sondern vielleicht, weil du etwas deinen Körper vorenthältst, er eine erhöhten Bedarf oder Verbrach hat.

 

Messen - Machen - Messen. Schau, ob es einen Mangel gibt und dann wird dieser ergänzt.

  • Du magst kein Fisch - dann solltest du dir über eine Supplementierung von Omega 3 Gedanken machen.
  • Du arbeitest im Büro und deine Haut sieht nicht so oft die Sonne? Vitamin D Spiegel messen und supplementieren.

Immer aber bedenken: Wir haben keinen Nahrungsergänzungsmangel! Die Basics müssen stimmen!



Gesunde Ernährung & die Evolution


Wenn ich Seminare gebe, dann dreht es sich um die artgerechte Ernährung des Menschen.

  • Für was bist du gemacht?
  • Was tut dir gut?

Sobald es einen Namen bekommt, kannst du das individuelle bereits knicken. Es gibt zig dogmatische Ernährungsweisen, welche eigentlich eine eigene Kirsche benötigen, da sie dir den heiligen Gral, Abnehmen und beste Gesundheit predigen.

  • Aber funktioniert das auch für dich?
  • Kannst du das in deinem Alltag umsetzen?
  • Profitiert deine Gesundheit davon?

Gesunde, artgerechte Ernährung basiert auf 2,5 Millionen Jahre Anpassung.


Wie hat sich unsere gesunde Ernährung mit der Zeit verändert?


Wie hat sich unsere gesunde Ernährung eigentlich mit der Zeit verändert? Wenn man Evolution & Ernährung zusammen bring, dann kommt man (meist) nicht um die Begrifflichkeit Paleo (Paleolithikum) herum. Der Begriff bedeutet Altsteinzeit (von griechisch: palaion,  "alt" und griechisch-lateinisch: lithicum, "Steinzeit") und ist die frühste und längste Epoche (Beginn 1-2 Millionen Jahre bis hin zu 10.000 v. Chr.) der Steinzeit.

 

Wenn es um Lebensmittellisten oder Nährstoffangaben geht - dann sieht es recht mau aus - da meines Erachtens keine "Listen" oder "Speisepläne" von damals existieren. Auch hat man keinen Kühlschrank von damals ausgegraben. Ich selber bin kein Fan davon im "Urschleim" zu wühlen und bedeutet für mich Paleo kein Geschichstunterricht - aber einen Überblick sollte man haben.

 

In unseren Körpern stecken ein paar Jahre Evolution (ca. 2,5 Millionen Jahre). Wenn man die Menschheit auf 200.000 Jahre beschränken würde, entsprechen die letzten 200 Jahre Fortschritt 3,6 Sekunden. Unser Körper hat sich in Folge vieler Jahre auf Hunger (Erfolg und Misserfolg in der Jagd und im Sammeln) und der Bewegung angepasst und optimiert. Wir haben es geschafft diese Anpassung innerhalb kürzester Zeit um zu kehren.

 

Überfluss, ständige Verfügbarkeit, starke Verarbeitung und Konfrontation mit Lebens- und Nahrungsmitteln in Kombination von Bewegungsarmut. Errungenschaften der modernen Zeit, wie Elektrizität, Autos, Rolltreppen, Nuss-Nougatcremé zum Frühstück, leeren Kalorien, Segways, eBikes, Essen-Bringdienste - viele Dinge die einem die Arbeit leichter oder gar abnehmen, entsprechen einem Wimpernschlag gegenüber unserer Evolution. 


Gesunde Ernährung Evolution
Die Folie ist aus meinem Brainfood 2.0 Seminar

Unsere Ernährung in der Neuzeit


Naturvölker sind wohl die ältesten und unbeeinflusstesten Menschen auf unserem Planeten. Wenn man sich ihren Speiseplan und ihre Nährstoffverteilung anschaut, dann bekommt man einen kleinen Überblick, wo bei uns Probleme entstehen. Unterschiede gibt es alleine in den Zufuhrmengen der Makronährstoffe: Fette,  ProteineKohlenhydrate und Ballaststoffe, welche auf einen hohen Verzehr von Gemüse und Obst hinweist.


Wie schaut die Nährstoffverteilung heute aus?


Unsere Nährstoffzufuhr im Vergleich zu Naturvölkern spiegelt den Irrsinn wieder, was die Industrie und die Gesellschaften für Ernährung propagieren. Empfohlen werden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine Aufteilung von 15|55|30 (deine tägliche Ernährung sollte sch aus 15% Proteinen (Eiweißen), 55% Kohlenhydraten und 30% Fetten zusammensetzen).  

 

Laut dem aktuellen Gesundheitsbericht 2015 vom Robert-Koch-Institut haben wir leider die Empfehlung der DGE knapp verfehlt mit 14|45(49)|34 (abhängig von Männlein und Weiblein). Bei den Naturvölkern gibt es natürlich Schwankungen, je nach Herkunft.


Wie schaut die gesunde Ernährung heute aus?


Wenn ich Ernährungsprotokolle bezüglich der Makro- und Mikronährstoffe auswerte, spiegelt der Bericht genau das Szenario wieder.

 

Die folgende Person übt einen Beruf mit Schwerpunkt sitzender Tätigkeit & Maus über den Schreibtisch schieben aus. Die tägliche Bewegung beschränkt sich auf die Bewegung zum Auto, Drucker, Kantine und daheim häusliche Tätigkeiten.

 

2mal in der Woche steht "Training" auf dem Plan. Die Eiweißzufuhr (und wir reden noch nicht mal über die Qualität) ist zu gering, die Kohlenhydratzufuhr ist schwankend und zu hoch und die Fettzufuhr zu gering (auch hier geht es noch nicht um Qualität).

 

Was steht auf dem Spiel?

  • Dein Hormonhaushalt,
  • dein Gewicht,
  • deine Gesundheit (betrachtet man Gesundheit bzgl. der Abwesenheit von Krankheiten),
  • dein Wohlfühlfaktor,
  • deine Belastbarkeit,
  • dein Immunsystem,
  • deine Vitalität,
  • dein Schlaf und vieles mehr...


Warum ist die Verdauung wichtig bei einer gesunden Ernährung?


Beim Verdauungssystem muss man es nicht komplizierter machen, als es ist. Sicherlich könnte man jetzt auf die chemischen Abläufe im Körper eingehen, allerdings geht es mir um eine einfache, verständliche Erklärung des Verdauungsapparates - was er tut und wie er funktioniert.

 

Das Verdauungssystem kann man sich als eine 7m lange Röhre vorstellen. Würden wir jegliche Krümmung, jede Furche und jeden Schließmuskel vernachlässigen, könntest du dir eine Taschenlampe in den Mund halten und es würde dir aus dem ... (du weißt schon) heraus scheinen.

 

Beginnend mit dem Mund, welcher die Nahrung aufnimmt, über verschiedene Abschnitte, welche die Nahrung in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt und somit die Grundlage schaffen, sie für den Körper nutzbar zu machen.

 

Erst wenn lebensnotwendige Stoffe in der Blutbahn und Lymphe angelangt sind und zur Zelle gelangen, hat die Verdauung ihren Zweck erfüllt.

 

Zum Verdauungssystem gehören die Mundhöhle (Zähne, Zunge & Co), der Rachen, die Speiseröhre, der Magen, der Dünndarm, der Dickdarm, die Leber mit der Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse.


Gesunde Ernährung die Verdauung
Auch die Verdauung ist ein wichtiger Bestandteil des Brainfood Seminares.

Eine gesunde Ernährung & Verdauung beginnt im Mund


Die erste Etappe, was das Essen passieren muss, ist dein Mund. Ein paar Hürden sind bereits dort eingebaut und tatsächlich hat die Gesundheit  deines Mundes direkten Einfluss auf deine Gesundheit.

 

Auch die Dauer des Kauen und des Einspeicheln spielt eine essentielle Rolle für deine Verdauung. Isst du in hasst & hast du eine schlechte Mundhygiene, leidet deine weitere Verdauung und deine Gesundheit darunter.

 


Warum du ordentlich kauen solltest!


Dein Speichel wird von verschiedenen Speicheldrüsen produziert, vor allem von den paarigen Ohrspeicheldrüsen, Unterkieferspeicheldrüsen und Unterzungenspeicheldrüsen. Im Mund beginnt auch die Kohlenhydratverdauung durch die im Speichel enthaltene Amylase.

 

Amylase ist ein Verdauungsenzym, welches Stärke hilft zu verdauen. Durch die Evolution & Selektion hat sich die Anzahl des AMY1A-Gens erhöht. Ein Gen, welches das Enzym Amylase kodiert. Affen haben 1-2 Kopien von diesem gen im Genom. Wir Menschen 15 und mehr.

 

Es hat also eine evolutionäre Bewandtnis, Kohlenhydrate bereits im Mund vor zu verdauen.Die Anzahl des Gens schwankt von Mensch zu Mensch. Japaner haben zum Beispiel mehr AMY1A Gene als Inuits. Erklärbar, wenn man sich die Gegend anschaut und woran sie sich angepasst haben.

 

Eines kannst du dir hier schon einmal merken:

Nur halb gekaut ist nur halb verdaut. Nimm dir Zeit für dein Essen und kaufe gründlich. Dein Verdauungsapparat wird es die danken!


Wenn dein Mund krank ist, gefährdest du deinen gesamten Körper.


Es gibt signifikante Untersuchungen, welche zeigen, dass Bakterien, die eine Parodontitis verursachen können, über die entzündete Zahnfleischtaschen in die Blutbahn gelangen und dort dann Schäden an den Gefäßwänden verursachen.

 

Dies provoziert eine Entzündung und im Nachgang Arteriosklerose. Wenn solch ein Plaque löst, ist die Endstation eine Kapillare in den Extremitäten (vorwiegend der Beinen), das Herz (Herzinfarkt) oder Hirn (Schlaganfall).

 

Ursachen für Parodontitis:

  • Mangelnde Mundhygiene - auf einem sauberen Zahn lagern sich in kurzer Zeit Speichelbestandteile ab, die anschließend bakteriell besiedelt werden. Wird diese "Plaque" nicht regelmäßig entfernt kommt es zu Karies und Parodontitis.
  • Zahnstein – der Körper "wehrt" sich gegen Krankheitserreger, indem diese mit Kalk (in diesem Fall aus dem Speichel) umschlossen werden. Es bildet sich Zahnstein, dessen zerklüftete Oberfläche selbst wieder neue Lebensräume für Bakterien bietet. Auf dieser rauen Oberfläche breiten sich die Bakterien besonders schnell aus.
  • Hormonelle Umstellungen - eine erhöhte Empfindlichkeit des Zahnfleisches (z.B. in der Schwangerschaft) führt manchmal zur Zurückhaltung bei Mundhygienemaßnahmen.
  • Rauchen - Rauchen begünstigt Parodontitis, da das im Tabakrauch enthaltene Nikotin die Durchblutung des Zahnfleisches herabsetzt. Dadurch gelangen Immunzellen dort nur noch eingeschränkt hin, das körpereigene Abwehrsystem kann die Bakterien nicht in Schach halten. Rund 70 Prozent der Menschen, die an einer Parodontitis erkranken, sind Raucher.
  • Stoffwechselerkrankungen - Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Rheumatoide Arthritis begünstigen die Entstehung einer Parodontitis.

 

Du blutest beim Zähneputzen bzw. hast Zahnfleischbluten? Abklären lassen und mit den Tipps im Alltag aktiv angehen!


Mehr zum Thema Mund findest du hier:


Gesunde Ernährung - der Mund
Gesunde Ernährung - der Magen


Eine gesunde Ernährung muss durch den Magen.


Nachdem das Essen den Mund passiert hat, gelangt es über die Speiseröhre in den Magen. Dort wird es bereits schon von verschiedenen Bestandteilen des Magensaftes erwartet.

 

Wir verwenden oft das Synonym "Magensäure" und meinen eigentlich den Magensaft, da die Säure ein wichtiger Bestandteil des Gemisches ist.

Vielleicht kennst du sogar jemanden, der sein Magensaft schon einmal kennen gelernt hat. Dauerhaft keine gute Idee. Manche kennen aber auch seine "Gase" und nennt das dann Sodbrennen. Warum hast vielleicht du oder auch andere Personen dieses? Gehen wir dem auf den Grund!


Wo liegt der Magen?


Der Magen liegt unter dem Zwerchfell, zu drei Vierteln in der Mitte des rechten, zu einem Viertel im mittleren Oberbauch. Der tiefste Punkt liegt etwa in Höhe des Nabels. Der Magen ist ein Hohlmuskel und innen mit einer Schleimhaut ausgekleidet. 

 

Diese schützt den Magen vor der Magensäure. Für die Verdauung werden im Magen Nahrung und Magensäure miteinander vermengt und durch Muskelarbeit weiter Richtung Darm befördert.


Was tun, wenn man zu viel oder zu wenig Magensäure produziert?


Zu viel Magensäure:

  • Stressreduktion
    • Entspannungstechniken (Ego-Time)
    • Atemübungen (kommen wir beim Thema Stress genauer drauf zu sprechen!)
    • in RUHE & OHNE STÖRUNG kauen und essen (kein Handy, kein Fernsehen, kein Buch - nur essen!)
    • iss mit Freunden & Bekannten - Essen war kulturell schon ein Ort des Beisammenseins und der gepflegten Unterhaltung
    • Meditation
    • Kennst du die Ursache für deinen (psychischen) Stress? Wut & Aggressionen?
  • Rauchentwöhnung
  • Alkohol meiden
  • Meiden von Zucker
  • Medikamente mit Absprache Arzt & Therapeut abklären

Zu wenig Magensäure:

  • Heliobacter Pylori abklären lassen
    • Selbsttest oder Atemgastest
    • dieser kann auf Grund der produzierten Gase auch die Symptome von Sodbrennen hervorrufen
  • Bitterstoffe verzehren (bittere Salate)
    • Rucola
    • Radicchio
  • Magensäure stimulierende Essenzen (in deinem Morgendrink bereits enthalten)
    • Apfelessig
    • Zitronensaft
  • Kräuter & Gewürze
    • Enzian
    • Kurkuma (mindestens einmal bei einem Gericht - Prinzip der Brainfood Challange)
    • Kalmus
    • Kreuzkümmel
    • Beifuß
    • Oregano
  • Verdauungsenzyme (Extrakte)
    • Bromelain (Ananas)
    • Papain (Papaya)
  • in Absprache mit dem Arzt/ Therapeuten
    • HCl Kapseln

Gesunde Ernährung - die Magensäure
Aus meinem Brainfood 2.0 Seminar - Werde dein eigener Food Coach

Warum sind für eine gesunde Ernährung Verdauungsenzyme wichtig?


Enzyme sind etwas sehr effizientes für den Körper. Sie funktionieren unter bestimmten Umständen. Sie diese nicht gegeben, kommt es zu enzymatischen Störungen. Heute erfährst du, warum ich bei Basenpräparaten immer etwas argwöhnisch reagiere.


Was benötigen Enzyme, dass sie richtig arbeiten?


Wenn die Verdauungsenzyme richtig arbeiten sollen, dann benötigen sie folgende Voraussetzungen:

  • die richtige Temperatur
  • den richtigen pH-Wert
  • die richtige Substratmenge

Mehr über Enzyme erfährst du hier.


Was tun bei zu wenig Verdauungsenzyme?


Schau dir hier am besten noch einmal in den Artikel "Magen" an. Dort habe ich bereits verschiedene Hinweide im Bereich Enzyme gegeben.

Mögliche Ursachen für verminderte Produktion von Verdauungsenzymen könne sein:

  • Stress
  • Alter
  • fehlende Co-Enzyme & Co-Faktoren

Was kannst du tun, um mehr Verdauungsenzyme zu produzieren?

  • Stress reduzieren
    • in Ruhe essen (keine Ablenkung, wie Fernsehen, Handy, Lesen etc.)
    • Entspannung & Zeit für dich (Ego-Time)
  • du kannst extern Enzyme zuführen, sodass du die Eiweißsaufspaltung im Magen unterstützt
    • Bromalin (Ananasextrakt)
    • Papain (Papayaextrakt)
    • falls du auf Milch reagierst (Blähungen & Bauchweh), dann entweder Laktase zusätzlich verzehren
      • besser wäre es auf Milch zu verzichten (zumindest eine Zeit lang, um zu schauen, ob du Milch gänzlich nicht verträgst - darauf gehen wir aber noch einmal ein!)





Falls dir der Nutrition IQ gefällt, dann teile ihn gerne mit deinen Freunde & Bekannten.

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Bis bald und lebe natürlich gesund!

 

Dein Coach für artgerechte Gesundheit Carsten


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Carsten Wölffling (B.Sc) | Functional Basics

Coach & Speaker für artgerechte Gesundheit

Sporttherapeut, Health & Food Coach, kPNI i.A, 

Barefoot Coach, Biohacker

 

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