FOOD IQ | ESSEN & HORMONE


Viele assozieren Essen mit Geschmack und Sättigung. Das könnte man so stehen lassen, wenn man die Funktionen des Essens und deren Wirkung in unserem Körper außen vorlässt. Wie schnell ist eine Bratwurst, etwas beim Fast Food Restaurant, an der Tanke oder daheim auf der Couch gegessen. Wie sich bei der Verdauung vielleicht herauskristallisiert hat, sind wir keine Mülleimer oder Verbrennungsanlagen.

Das Ziel ist es, mit Verstand und einem guten Bauchgefühl zu essen. Die Lebensmittelindustrie schafft es aber genau dort zu tricksen. Es ist lecker, aber oftmals reich an verschiedenen Zusatzstoffen, dubiosen Nährstoffen und tut dem einen oder den anderen weniger gut.


DIE EIGENSCHAFTEN VON ESSEN


DIE DARMGESUNDHEIT UNTERSTÜTZEN

Bei der Darmgesundheit sprechen wir nicht nur von Ballaststoffen und dem Immunsystem, sondern auch von der Nährstoffaufnahme durch die Darmwand. Genau diese kann durch verschiedene Nahrungsmittel gestört werden (Leaky Gut - durchlässiger Darm), die Nährstoffaufnahme beinträchtigen und der Anfang für Dispositionen im Körper sein.

 

DAS IMMUNSYSTEM STÄRKEN & ENTZÜNDUNGEN HEMMEN

Dein Immunsystem soll dich vor Unheil bewahren. Doch was ist, wenn bereits Entzündungen im vollen Gange sind und du es nicht merkst? Das Immunsystem ist dafür da, wenn zum Beispiel eine Erkältung droht, hoch zu fahren und zu bekämpfen. Falls eine chronische, systemische Entzündung im Körper schlummert ist das Immunsystem ständig aktiv und hat wenig Zeit "ernsthafte" Erkrankungen zu bekämpfen. Grundlagen für systemische Erkrankungen werden unter anderem bereits im Darm (Leaky Gut) gelegt. Wie oft isst du echt fermentierte Lebensmittel und isst du Lebensmittel, welche das Potential haben deine Darmflora zu beeinträchtigen?

 

EINE GESUNDE PSYCHISCHE REAKTION FÖRDERN

Kennst du das Gefühl, dass du etwas isst und hast danach das Gefühl, das es nicht gut war? Potentielle "Suchtmacher" wie Kekse, Chips, Schokolade, Eiscreme und ähnliche, industrielle Produkte sind oftmals nährstoffarm, kalorienreich, nicht sättigend und üben dennoch einen positiven Effekt im Hirn aus. Belohnung ist das Stichwort. Und du kannst nichts dafür! Deine Zunge versteht (abgesehen von den Geschmacksrichtungen) drei Sprachen: süß, salzig und cremig.  Diese Eigenschaften von Essen machen es uns tatsächlich schwer intelligent und willensstark bei Speisen zu entscheiden.

 

Süß: Bei süß kann es sich um frisches, saisonales Gemüse oder Obst handeln, mit allen Inhaltsstoffen, welche unser Körper benötigt. Auch freut sich das Gehirn, dass es schnelle Energie bekommt. Heute haben wir Maissirup, raffinierten Zucker oder künstlichen Süßungsmitteln in vielen Lebensmitteln. Dem Gehirn ist es egal ob das nun ein brauner Sahnepudding für 19 Cent ist oder ein Apfel. Es registriert süß - Belohnung - gut - wieder essen. 

 

Salzig: Assoziert der Körper mit Elektrolythe wie Natrium aus salzigem Wasser der Meere in Verbindung mit Wasser. Heute rieselt es aus kleinen Löchern eines Streuers.

 

Fettig: Fett oder cremig assoziert unser Körper mit Fleisch, besonders mit Innereien. Cremig bedeutet auch viel Energie, was zu damaligen Zeiten der Nahrungsknappheit entscheidend war.  Heute finden wir billiges Fett in frittierten Lebensmitteln und Sonnenblumenöl an jeder Ecke (sei es beim Studentenfutter oder nur an Trockenfrüchten).

 

GESUNDE HORMONELLE REAKTION FÖRDERN

Du hast immer halb zehn auf etwas süßes Appetit? Zum Glück hat die Industrie da einen Snack erfunden. "Morgens halb zehn in Deutschland...". Du MUSST abends nochmal raus etwas süßes essen bevor du schlafen gehst? Ich sage dir, du kannst nicht anders - du kannst noch so Willensstark sein - dein Hormonhaushalt befielt deinem Körper "essen. Dein Handeln hat nichts mit Schwäche zu tun. Du programmierst mit deiner ersten Mahlzeit am Tag deinen restlichen (hormonellen) Tagesverlauf. Wir sprechen zwar gerade nur von der Ernährung - aber gehörst du zu den Menschen, für die jeden Morgen Montag ist? Immer klingelt der Wecker, wenn du schläfst? Darum gibt es ja die Schlummertaste. Wahrscheinlich hast du aber auch im Hormonhaushalt bzgl. des Cortisols eine Disposition.


WIE BEFREIE ICH MICH VOM HORMONELLEN ZWÄNGEN & DEM INDUSTRIELLEN WAHNSINN?


  • 3 Mahlzeiten am Tag
  • keine Getreideprodukte (besonderer Fokus liegt auf Weizen)
  • keine industriell verarbeiteten Lebensmittel
  • kein raffinierter Zucker
  • meiden von Hülsenfrüchten (wenn, dann eingeweicht und gut gekocht verzehren und auf den Körper hören, teils in fermentierter Form verzehren - zum Beispiel Tempeh)
  • meiden von Milchprodukten (ua. spielen Hormone eine Rolle, die Kuhrasse und die Verarbeitung)
  • industrielle Öle,welche ein ungünstiges Omega 3:6 Verhältnis haben (Sonnenblumenöl, Rapsöl), meiden und mit Kokosöl, Olivenöl oder frisch gepresste Öle in der kalten Küche  verwenden
  • vor 23:00 im Bett sein und 60min vor dem zu Bett gehen keine künstlichen Lichtstrahlen (Smartphones, TV, grelle Lampen)
  • direkt nach dem Aufstehen einen Morgendrink zu sich nehmen, bestehend aus einer Prise Himalaja-Salz (oder ein anderes farbiges Salz), Zitronen- oder Limettensaft (frisch gepresst am besten) und gefiltertem Wasser (Leitungswasser tut es auch)
  • bewegen, bewegen, bewegen (am besten an der frischen Luft)
  • frische Luft und draußen in der Sonne spielen
  • Gemüse, Gemüse, Gemüse und noch mehr Gemüse verzehren
  • Alkohol hat immer toxische Wirkung und kann zu temporären Persönlichkeitsveränderungen führen

Die Herausforderung sind Gewohnheiten und Alltagszwänge zu meistern, bei denen ich dir gerne behilflich bin.


HORMONE


Hormone sind chemische Botenstoffe, welche sehr komplex in ihren Wirkmechanismen sind. Sie kontrollieren und beeinflussen die Verdauung, den Stoffwechsel, die Schilddrüse, den Schlaf, die Körpertemperatur, Hunger und Durst, den Wasserhaushalt, den Fett und Zuckerhaushalt, den Mineralstoffhaushalt, das Cholesterin und vieles mehr. 

 

Spezielle Zellen produzieren die Hormone, welche in der Regel über die Blutbahn transportiert werden und dann im Erfolgsorgan ihre Wirkung regulieren, Wenn alles normal funktioniert, spricht man von einer Hormonen Sensibilität. Das Gegenteil nennt sich Resistenz.

 

KOMPLEXITÄT

Auf alle Hormone einzugehen würde den Umfang sprengen, daher beschränke ich mich auf Insulin, Leptin, Cortisol und Glucagon.

Die Ernährung hat eine direkte Wirkung auf den Hormonhaushalt und umgekehrt. Wenn wir uns Insulin, Leptin, Glucagon und Cortisol anschauen, dann sind diese ein eingeschworendes Team. Es spielen noch viele andere Akteure und Faktoren eine Rolle. Jeder im Team ist gleich stark. Probleme können wir bekommen, wenn einer meint, er müsse sich beweisen, sich zurückziehen oder schafft es nicht mehr, sich bei anderen Gehör zu verschaffen - eine sogenannte Resistenz.


INSULIN


Insulin ist ein anaboles, muskelaufbauendes Hormon, welche von den Beta-Zellen (Langhans-Zellen) in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet wird und spielt beim Kohlenhydratstoffwechsel (Zucker) seine Hauptrolle. Es erleichtert den Transport aller Makronährstoffe über die Blutbahn. Im Bereich Stoffwechsel regelt es den Übergang vom Kohlenhydrat- zur Fettverbrennung (ist Insulin im Blut funktioniert die Fettverbrennung nicht!).

Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel geht mit einer Leptinresistenz und indirekt mit einem erhöhten Cortisolspiegel einher.


INSULINSENSIVITÄT - ALLES IST GUT


Wenn du Kohlenhydrate zu dir nimmst (Süßkartoffel, Getreideprodukte, Süßigkeiten, ...), steigt der Blutzucker an. Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker ist schädlich für alle Zellen des Körpers, daher wird genau die richtige Menge Insulin in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert. Das Insulin nimmt sich nun den Zucker aus der Blutbahn und bringt es zur Muskelzelle oder zur Leberzelle. Wenn die Zellen empfindlich, empfänglich, beziehungsweise sensitiv für diese Botschaft sind, spricht man von einer Insulinsensitivität. Das ist der Normalzustand: eine gesunde Beziehung zwischen Bauchspeicheldrüse und den meisten Körpergeweben.

 

Du kannst dir Insulin auch wie ein Lagerarbeiter vorstellen, welcher seine Pakete in die entsprechenden Regale einlagern möchte. Vor jedem Regal steht ein Einsortierer (Rezeptoren für Insulin), welche auf Anfrage des Lagerarbeiters in ihre Lagerfächer schauen, ob Platz ist. Wenn der Lagerarbeiter und der Einsortierer verstehen und etwas Platz im Lagerfach ist, sind alle zufrieden.


KOHLENHYDRATISIERUNG DES MENSCHEN - ALLGEGENWERTIG


Zucker (Glucose) wird zuvor in der Leber in die Speicherform Glykogen umgewandelt, die Speicherform für die Leber und die Muskelzellen. Dort versucht das Insulin den Zucker als erstes hinzubringen (diese Speicherform ist besonders für intensive Belastung geeignet, das schnelle Laufen zur nächsten Bushaltestelle, das Tragen von schweren Einkaufstüten oder intensiven Trainingseinheiten).

 

Hier liegt auch ein Problem der Kohlenhydratisierung des Menschen. Oftmals sind die Speicher komplett voll (oder machst du vor jeder Mahlzeit 5 Sätze á 5-8 Wiederholungen Kniebeuge mit schweren Zusatzgewicht im Büro oder der Kantine?) und DENNOCH werden Kohlenhydrate (oft in verarbeiteter Form süße Getränke, Pasta, Auszugsmehle für Getreideprodukte & Co) verzehrt.

 

Das hat Folgen:

  1. der Körper verbrennt das was da ist: Zucker! - die Fettverbrennung kann nicht ablaufen.
  2. Der Zucker im Blut muss irgendwo hin (Muskeln und Leber sind voll). Der Zucker im Blut wird in Fett (Palmitinsäure) umgewandelt und somit kann dieses in immer größer werdende Fettzellen, welche nicht angezapft werden können, da Zucker im Blut ist. Ein Kreislauf nimmt seinen Lauf.
  3. Palmitinsäure ist unter anderem Grundlage für Triglyceride (ein Blutwert, welcher bei Tests meist untersucht wird).
  4. Viel Zucker und Triglyceride im Blut bringen das Hormon Leptin aus dem Lot

KOHLENHYDRATE GUT ODER SCHLECHT


Es kommt drauf an. Man kann Kohlenhydrate, so schön es auch wäre, nicht einfach dem Stempel aufdrücken mit: "nicht gut".

 

Paleo wurde damals gerne als "Low Carb" - wenig Kohlenhydrate - verstanden. Ich sehe es so, passe deine Kohlenhydrate deinem Lebensstil an. Bist du inaktiv (Bürojob, wenig Bewegung, viel im Auto unterwegs, 1-2 mal die Woche ein moderates Training im Studio), dann reduziere deine Kohlenhydrate. Alle Kohlenhydrate sollten unverarbeiteten Charakter haben und nicht aus Getreide stammen. Also Gemüse, Gemüse, Gemüse und Obst.

Hast du einen Alltag, welcher mehr Bewegung beinhaltet (Bauarbeiter der anpackt - ich weiß, ein Gabelstapler auf dem Bau ist auch ein Baurabeiter, aber Tendenziell hat er seinen Gabelstapler um sich NICHT körperlich anstrengen zu müssen, trainierst öfter in der Woche oder betreibst Leistungssport), dann verzehre vermehrt Kohlenhydrate in Form von Süßkartoffeln, Obst wie Bananen, Birnen & Trockenfrüchte in Maßen.


LEPTIN


Leptin beeinflusst den Energiehaushalt und wird vorrangig in den Fettzellen des Körpers produziert. Es wird in der Menge abgegeben, der auch dem Fettanteil des Körpers entspricht. Um so mehr Körperfett dein Körper besitzt, desto mehr Leptin wird gebildet. Das Hormon gibt dem Gehirn Rückmeldung über den Körperfettanteil deines Körpers und steuert somit die Energieaufnahme (Hungergefühl), deinen Energieverbrauch (Aktivität/ Bewegung) und deinen Stoffwechsel, um dein Körperfett in Balance zu halten. Wenn nun viele Kohlenhydrate konsumiert werden (gegebenenfalls unpassend für deinen Lebensstil), kann dies zu erhöhten Triglycerid- und Blutzuckerwerten führen, welches mit einer Leptinresistenz, einer erhöhten Einlagerung von gesättigten Fetten (Palmitinsäure) einher geht und zu einer Insulinresistenz führen kann. [Anmerkung - auch eine Insulinresistenz kann zu einer Leptinresistenz führen].


FUNKTIONSWEISE VON LEPTIN


Im Grunde ist es schnell erklär:. Leptin sorgt dafür, dass du nicht zu dünn und nicht zu dick bist. Viel Körperfett = viel Leptin. Als Reaktion vom Gehirn wird der Hunger (die Energieaufnahme) reduziert, die Stoffwechselaktivität wird angehoben und dein Drang für Bewegung gesteigert. Wenig Fett bedeutet wenig Leptin und für den Körper wenig Ressourcen für die nächste Eiszeit. Also steigert er dein Hungergefühl, reduziert deinen Stoffwechsel und deinen Bewegungsdrang. Dieses Muster folgt dem natürlichen Instinkt, dem Überleben. 


LEPTINRESISTENZ - BIN ICH DICK ODER DÜNN


Wenn alles gut funktioniert, versteht das Gehirn das Leptin (man ist sensitiv) und der Körper regelt sich von alleine. Schwimmen nun aber Unmengen Glucose und Triglyceride im Blut, erreichen diese auch irgendwann die Rezeptoren im Gehirn für Leptin. Das "Gehör" für Leptin wird beeinträchtigt. Dies führt zur Leptinresistenz. Diese Resistenz hat nichts mit "dicken" Menschen zu tun - ein erhöhtes Viszeralfett (das Fett, welches sich um Organe bildet) genügt, um eine hormonelle Dysfunktion zu schaffen. Stress hat einen starken Einfluss auf die Produktion und Menge des viszeralen Fettes.

 

Wenn die Absprache zwischen Leptin und dem Gehirn fehl läuft - dann gibt es Probleme. Viel Fett = viel Leptin und das Gehirn kann es nicht hören. Der Körper denkt du bist dünn, obwohl dein Körperfettanteil steigt. Das bedeutet im Klartext der Körper wird dich hormonell dazu zwingen zu essen, du willst dich nicht bewegen und dein Stoffwechsel fährt nach unten.

 

Falls nun weiterhin nährstoffarme, energiereiche, zuckerhaltige Lebensmittel verzehrt werden, sammelt sich weiter Fett an, Leptin kann kein Feedback geben und es kommt auf Dauer zu einer Insulinresistenz.

Du kannst noch so motiviert sein und deinen Kühlschrank mit der Tür zur Wand stellen. Hormonell sind wir den "Mächten" des Körpers unterlegen. Ich habe Kohlenhydrate mit ins Spiel gebracht, weil sie oft durch die sinnlose Kohlenhydratisierung und den nicht entsprechenden Alltag eine Ursache von Problemen sein können. 

 

Welche Lösungsansätze ergeben sich Hormonell daraus:

  • Iss nur Kohlenhydrate aus Gemüse und Obst (hast du einen inaktiven Tag - mehr sitzend oder stehend - dann meide auch Süßkartoffeln, Kartoffeln oder Pseudogetreide wie Buchweizen)
  • Meide verarbeitete Kohlenhydrate 
  • Meide Zucker und Getreide
  • Bewege dich täglich

INSULINRESISTENZ


Der Körper denkt du bist zu dünn, da du an Leptinresistenz leidest (auch eine Insulinresistenz kann eine Leptinresistenz auslösen). Triglyceride und Glucose sammelt sich im Blut. Die Zellen können nicht unbegrenzt die Massen von Glucose aufnehmen, sodass sie sich schützen: sie hören nicht mehr auf Insulin. Wie ein kleines Kind stecken sie sich die Rezeptoren die "Finger" in die Ohren und tun so, als wäre nichts. Es entsteht eine Insulinresistenz mit der Folge, dass der Blutzucker weiterhin steigt und erhöht bleibt. Ziemlich blöd für die Gefäße. Aber wie sagt man so schön? Viel hilft viel... . Viel Insulin hilft nicht viel - aber sehr viel Insulin. Die Bauchspeicheldrüse schüttet soviel Insulin aus, bis die Zellen nicht anders können. Das würde bedeuten, man steht mit einem Verstärker und einem Mikro vor dem Kind und beschallt es so lange, bis die Finger entweder sich in der Mitte des Kopfes treffen oder es reagiert (das ist nur ein extremes, exemplarisches Beispiel und soll in keinster Weise zum Nachmachen animieren!)

Man kann sich vorstellen, das dies Stress bedeutet (für die Zellen, den Stimmbändern und das Kind). Dadurch entsteht oxidativer Stress, erhöhte Blutfettwerte und weitere Schädigungen der Zellen. Die Maßnahme - noch resistenter werden... .


INSULINRESISTENZ - DIE VORSTUFE ZUR DIABETES


Diese Dauerlast an Insulinproduktion schädigt auf Dauer die Insulinzellen. Sie gehen zu Grunde und es entsteht eine Diabetes. Die Folge- und Begleiterscheinungen: Adipositas, grauer und grüner Star, periphere (betreffen die Extremitäten), Durchblutungsstörungen, Herzerkrankungen, Nervenschädigungen, Hautinfektionen, hoher Blutdruck... .


DIE FOLGEN WERDEN BEKÄMPFT, SELTEN DIE URSACHE


Wenn wir uns noch einmal vor Augen halten, dass Kohlenhydrate in falschen Mengen solch einen Rattenschwanz nach sich ziehen, könnten folgende Lösungsansätze vorteilhaft sein:

  • Kohlenhydrate aus Getreide(produkten) & Zucker von der Tagesordnung streichen
  • tägliche Bewegung (Bewegungen variieren, vorwärts, rückwärts, seitwärts, auf- und ab, rotatorisch)

GLUCAGON


Wenn dein Stoffwechsel und deine Hormone vollkommen im Gleichgewicht arbeiten und du bekommst über einen gewissen Zeitraum keine Kohlenhydrate, dann ist das für dein Gehirn und Körper nicht sonderlich tragisch. Warum - weil dein Körper sich selber mit "Zucker" versorgen kann. Dein Körper bildet dann in der Bauchspeicheldrüse das Hormon Glucagon, dem Gegenspieler von Insulin. Dies bewirkt, dass der Körper andere Energiespeicher des Körpers anzapft um Energie bereit zu stellen: Muskeln und Fett. Es wird aktiv, wenn du wenig bzw. auch mal keine Kohlenhydrate verzehrst. Auch bei und nach intensiven Belastungen kann es dazu kommen, dass dein Körper sich selber mit Zucker versorgt. 

Der Haken, Glucagon funktioniert nur, wenn kein Insulin im Blut schwimmt. Bei einer Insulinresistenz und /oder der ständigen Kohlenhydratisierung wird Glucagon nicht aktiv und es findet keine Fettverbrennung statt. Das bringt es auf den Punkt - Glucagon leitet die Fettverbrennung ein.


CORTISOL


Cortisol wird von der Nebennierenrinde freigesetzt und wird auch als "Stresshormon" bezeichnet. Es hilft den Körper sich von Flucht- oder Kampf-Stresssituationen zu erholen. Da wir heute selten noch gegen wilde Tiere kämpfen ein paar exemplarische Beispiele für Cortisolausschüttung:

  • physischer Stress
    • intensive Trainingseinheiten
    • lang andauernde Ereignisse
  • psychischer Stress (RIESEN Thema)
    • der Chef geht dir einfach nur auf den ...
    • deine Mitarbeiter etc. mobben dich
    • du sitzt im Auto und jeder fährt heute anders, als DU...
    • Geldprobleme
    • Beziehungsprobleme
    • deine Arbeit macht dich nicht glücklich
    • Familie
  • Energiemangel
    • Fastenkuren, dauerhaftes Hungern, Sinnlosdiäten für den nächsten Sommer & Strand
  • Schlafentzug
    • "die TV-Serie schaffe ich noch"
    • "wieder auf den letzten Drücker mit dem Lernen begonnen"
    • Partys & Co
  • niedriger Blutzucker

Das Hormon spielt wichtige Rollen in Bezug des Blutzuckers, des Salzhaushaltes, der Immunfunktion (besitzt immunsuppressive und entzündungshemmende Wirkungen) und des Energiehaushaltes. Fördert die Bildung von Glycogen - Blutzuckererhöhung. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolpegel fördert die Insulinressistenz und lässt den Leptinspiegel ansteigen. 

 

Es spricht also einiges für ein geordnetes, entspanntes Leben. 


CORTISOL & SCHLAF


Cortisol folgt einem natürlichen Rhytmus. Er ist am morgen vor dem Aufwachen am höchsten, mobilisiert deinen Körper und deinen Geist. Wenn Sonnenlicht am Morgen auf deine Augenlider trifft, entfaltet Cortisol seine Funktionen: Aufstehen und auf die "Jagd" gehen. Jalousien und Wecker scheinen also nicht die optimale Kombination für einen erholsamen Schlaf zu sein. Im Laufe des Tages senkt sich der Cortisolspiegel und wird von Melatonin (Schlafhormon) ersetzt. Wenn nun bis spät abends TV, Tablets, elektronische Geräte & Co dich künstlich wach halten und deinem Körper signalisieren, dass der Tag noch nicht vorbei ist, geriet dieser Rhythmus aus der Balance.

 

Cortisol wird unter anderem aktiv, wenn der Blutzucker zu niedrig ist und wirkt sich auf Glucagon aus. welches nun Glycogen aus Muskel- und Fettzellen mobilisiert.  Es ist wieder Zucker im Blut - Fettverbrennung passé.

 

Wenn du dauerhaft gestresst bist (Training, Kalorienrestiktion, Arbeitsstress, Schlafmangel, Fasten) schüttet dein Körper dauerhaft Cortisol aus um dich zu schützen. Erhöhte Cortisolwerte behindern die Aufnahme von Glucose in Zellen, fördert die Freisetzung von Glycogen aus der Leber und verhindert die Freisetzung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse. Wohin führt das? Zu einer Insulinresistenz. Cortisol steigert auch den Appetit und sorgt für das Anlagern von Bauchfett (viszerales Fett). Als Erinnerung; dieses Fett kann mit unter zur Leptinresistenz führen.

 

Cortisol kann auch die Schilddrüsenhormone durcheinander bringen, was zu einer Entgleisung des Stoffwechsels führt und den Abbau von Körperfett zusätzlich erschwert.

ZUSAMMENGEFASST & LÖSUNGSANSÄTZE

Stress in Form eines kurzen Trainings, mal die Bahn verpasst & mal eine Mahlzeit auslassen sind vollkommen normal. Probleme entstehen aber mit unter, wenn ich sie oft wiederhole und sie dauerhaft auftreten. 

 

Hier findest du mögliche Lösungsansätze:

  • beschäftige dich mit DEINEM LEBEN
    • bereitet dir deine Tätigkeit Freude oder machst du nur einen Job und hasst es eigentlich früh dafür auf zu stehen
    • macht dich deine Partnerschaft (insofern du eine hast) glücklich oder "kompromisst" du vor dich hin
    • welche Ziele hast du und erfüllen dich die Resultate (z.B. warum betreibst du Sport X - tust du es aus physiologischen Gründen, aus sozialen oder weil du denkst, optisch in die Gesellschaft passen zu müssen?)
  • erlerne Entspannungstechniken wie Meditation, Qi Gong, Yoga etc.
  • gehe vor 23:00 ins Bett - davor 60min keine elektronischen Geräte
  • trinke nach dem Aufstehen 1/4 Teelöffel (Prise) farbiges Salz mit Limettensaft
  • nutze eine Schlafbrille abends zum Einschlafen (meine ist früh immer jenseits vom Gesicht, daher gelangt dann Licht am morgen ins Gesicht)

ZUSAMMENFASSUNG | ALLES IM LOT


Wenn dein Hormonhaushalt funktioniert und nicht durch Stress & ständiger Kohlenhydratisierung aus dem Ruder läuft, findest du hier eine Zusammenfassung von Insulin, Leptin, Glucagon und Cortisol.


WENN DIE HORMONE ENTGLEISEN


In der nächsten Grafik habe ich alle Veränderungen aus dem oben beschriebenen Text zusammengeführt und als Schema zueinander gesetzt.


ZUSAMMENFASSUNG & LÖSUNGEN


  • Beschäftige dich mit DEINEM LEBEN
    • bereitet dir deine Tätigkeit Freude oder machst du nur einen Job und hasst es eigentlich früh dafür auf zu stehen
    • macht dich deine Partnerschaft (insofern du eine hast) glücklich oder "kompromisst" du vor dich hin
    • welche Ziele hast du und erfüllen dich die Resultate (z.B. warum betreibst du Sport X - tust du es aus physiologischen Gründen, aus sozialen oder weil du denkst, optisch in die Gesellschaft passen zu müssen?)
  • erlerne Entspannungstechniken wie Meditation, Qi Gong, Yoga etc.
  • gehe vor 23:00 ins Bett - davor 60min keine elektronischen Geräte
  • trinke nach dem Aufstehen 1/4 Teelöffel (Prise) farbiges Salz mit Limettensaft
  • nutze eine Schlafbrille abends zum Einschlafen (meine ist früh immer jenseits vom Gesicht, daher gelangt dann Licht am morgen ins Gesicht)
  • 3 Mahlzeiten am Tag
  • baue intermittierendes Fasten in deine Woche ein
  • passe deine Kohlenhydratmenge an deinem Tag und deiner Intensität an
  • als Kohlenhydratquelle solltest du Gemüse wählen
  • Streiche Getreide-, Fertig- und zuckerhaltige Produkte von deinem Tagesplan
  • verzichte auf Alkohol
  • verbringe so viel Zeit wie möglich in der Sonne und in der Natur



Wenn du mehr erfahren möchtest zum Thema Hormone, dann besuch mein Brainfood Seminar oder mein Coaching. Dort bekommst du alle Informationen, die du benötigst um dir eine gesunde Basis für Ernährung & Lebensstil zu schaffen.

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Carsten Wölffling (B.Sc) 

barfüßiger Sporttherapeut, Food- & Paleo Lifestyle Coach, Biohacker

+49 (0) 176 530 57 135 | functional.basics@gmail.com





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