LICHT - DAS AUGE ISST MIT

25.10.17 | LICHT IST NICHT GLEICH LICHT - WAS DU WISSEN SOLLTEST


Lesezeit:

15min

Was erfährst du:



Am Mittwoch, dem 25.10.17 gab es ein sehr wichtiges und spannendes Thema: Lichtgesundheit. Eine kleine Warnung vorweg: während du diesen Artikel liest, schadest du gegebenenfalls deine Augen und arbeitest an einer Degeneration. Wieso das so ist und wie du dich gegebenenfalls schützen kannst, erfährst du in dieser Zusammenfassung. 2014 habe ich mich erstmals intensiver mit dem Thema auseinander gesetzt, da wir in eine neue Wohnung gezogen waren und die Deckenhöhe derart hoch war, dass wir keine Lampen anbringen konnten. Warum das im Nachhinein gut ist und wir auch noch immer keine Deckenlampen besitzen im Laufe des Textes.

 

Über verschiedene Umwege bin ich zu dem Referenten Maximilian Blaschke gekommen. Er beschäftigt sich aus gesundheitlichen Gründen mit dem Thema Licht und steht mit verschiedenen Institutionen in Verbindung, um die Menschen über Probleme des künstlichen Lichte auf zu klären. Maximilian hat einen Nystagmus. Dies bedeutet eine unwillkürliche, unkontrollierbare, teils rhythmische Bewegung der Augen. Auf Grund dieser Bewegung nimmt er die Lichtfrequenzen in Form eines Flackerns war. Dieses schnelle "an-und-aus" ist vergleichbar mit einem schnellen Stroboskop in einer Disko, wo wir nur ruckartig Bewegungen, wie ein Robotor wahrnehmen. Symptome wie Kopfschmerzen, Sehausfälle, Fieberschübe und Orientierungslosigkeit sind Folgen. Die räumliche Wahrnehmung ist vollkommen gestört. Was Maximilian direkt wahrnimmt um gibt auch uns und auch wenn wir es "noch" nicht merken - unser neues, künstliches Licht ist in meinen Augen pathologisch. Die Zusammenfassung ergänze ich mit ein paar Biogrundlagen und meine Tests bzw. Erfahrungen aus der Sicht von Paleo & dem Biohacking. Auf geht´s!.



UNSERE AUGEN

NICHT NUR ZUM SEHEN DA



Licht ist für uns allgegenwärtig. Viele tausende Jahre war die Sonne unser täglicher Begleiter und Start- und Endpunkt für den Tagesverlauf. Als erstes nutzen wir eine thermische Quelle - das Feuer. Lagerfeuer und Co sind noch immer heute eine Schöne Sache. Öllampen und Kerzen machten das Feuer handelbar und mobil. Mit der Errungenschaft Elektrizität zu erzeugen,  Edison erfand zwar 1879 die Glühlampe, perfektioniert hat sie allerdings Carl Auer, welcher die Glühdauer und Leuchtkraft optimierte. Auch dieses Licht entspricht sehr der Sonne. Wenn etwas glüht oder verbrennt, dann kontinuierlich und mit Wärme. Wärmestrahlen kennen wir alle von der alten Glühlampe oder gar von der Sonne, wenn sie entsprechend scheint. Bei LED´s ist das nicht mehr der Fall. Mit der Geschichte brachte man verschiedene Stoffe (Gas, Öl, Petroleum) zum Brennen. Mit der Ära der Elektrizität begann dann das Zeitalter der Glühlampe, der Leuchtstoffröhre, Halogenlampe, Energiesparlampe, LED und OLED (zu den einzelnen Leuchtstoffen später).



UNSERE AUGEN & WAS DRAN HÄNGT


Man betrachtet unsere Augen sehr technisch und mechanisch. Mit knapp 7 Gramm pro Auge ist dieser Hohlkörper im Verhältnis sehr, sehr klein und leicht zum Rest unseres Körpers. Wer mal durch ein Wald ohne eine Lichtquelle getapst ist, der weiß, wie wichtig doch diese 14g in unserem Kopf sind. Diese sitzen nicht ohne Grund frontal in unserem Gesicht und können mit Hilfe von 6 äußeren Augenmuskeln in verschiedene Richtungen willkürlich (bei einem Nystagmus geht diese Kontrolle verloren) gesteuert werden. Im Auge liegt auch Muskulatur, welche zur glatten Muskulatur zählt, da diese nicht willentlich angesteuert werden kann. Diese ist für die Akkomodation (Linsenkrümmung - Anpassung von Nah und Fern) und der Pupillenmotorik (Anpassung des Lichteinfalles durch die Pupille - Anpassung von Hell und Dunkel) notwendig.

 

Der Sehvorgang technisch gesehen:

Das Objekt (reflektiertes Licht) fällt durch die Linse durch die Pupille, trifft Spiegelverkehrt auf die Netzhaut, dort sitzen Sehzellen, das Signal wird elektrisch umgewandelt und ins Hirn geleitet, Bild wird umgedreht - man "sieht" das Objekt. Die Augen spielen also hier "nur" die Aufgabe des "Einfangens" des Lichtes der Umgebung. So wird auch das Sehen von vielen Optikern und Augenärzten gesehen. Wenn es zu Sehstörungen kommt, sind es eventuell zu schwache oder verspannte Augenmuskeln die Ursache. Mangelnde Nährstoffe, welche für die Gesundheit der Augen notwendig sind, werden nur mangelnd zugeführt oder im Körper nicht gut aufgenommen.

 

ETWAS MEHR DETAILS:

Unser Auge kann Wellenlängen (elektromagnetische Wellen des Lichtes) von 400-750 nm erkennen. Auf Grund der Spektralempfindlichkeit der in der Netzhaut (Retina) sitzenden Rezeptoren wird uns das Farbsehen ermöglicht.

  • Physikalisches Sehen:

Sichtbares Licht besteht aus elektromagnetischen Wellen von etwas 380-750 nm (Nanometer), welches auch den Farben des Regenbogens entspricht (380-420 nm violett, 420-490 nm blau, 490-575 nm grün, 575-585 nm gelb, 585-650 nm orange, 650-750 nm rot). Die Stärke (Intensität) des Lichtes bestimmt am Ende dich Helligkeit. Die Linse bricht das Licht immer so, das auf der Netzhaut ein scharfes Abbild entsteht.

  • Farben:

Weißes Licht besteht immer aus allen Farben (Wellenlängen). Bei Regentropfen oder einem Regenbogen können wir die Zusammensetzung der gebrochenem Licht erkennen. Je weniger weiß  (bzw. Strahlen anderer Farben) vorhanden sind, desto farbiger sehen wir etwas (Farbsättigung). Wir können beim Farbensehen zwei verschiedene Möglichkeiten unterscheiden: substraktive und additive Farbmischung. 

    • substraktive Farbmischung (Farbkasten, Pigmentfarben, Farbkreis nach Goethe): weißes Licht fällt auf eine Mischung zweier Farben (zum Beispiel rot und blau). Wir nehmen die Mischung (lila) war. Das ist das Prinzip des Farbkastens und der Farbenlehre.
    • additive Farbmischung (Lichtmischung, Lichtfarben, Farbkreis nach Newton): wenn verschiedene Wellenlängen (Farben) auf eine Stelle gelenkt werden, dann überlagern (addieren) sich die Farben und es entsteht eine neue Farbe. Als Beispiel: grün und rot = gelb, blau + rot + grün in gleicher Intensität = weiß. Diese Technik wird zum Beispiel auch in Smartphones, TV und Lampen genutzt.



  • Schärfe:

Auf der Retina (Netzhaut) muss für ein scharfes Bild entstehen, sodass die Infos für unser Gehirn passen. Dazu werden die Lichtstrahlen gebrochen (um jeden Brechungsvorgang im Detail zu beschreiben, empfehle ich dir das Buch Basiswissen den Physiologie). Den größten Betrag spielt hier die veränderbare Linse des Auges.

  • Beleuchtung:

Hier spielt die Pupille die entscheidende Rolle. Sie kann sich innerhalb von 0,3-0,8 Sekunden weiten (Dunkelheit) und verengen (Helligkeit). Spannend ist, dass wenn ein Auge abgedunkelt wird, das andere Auge mit reagiert (konsensuelle Reaktion). Bei Stress (Aktivierung des Sympathikus) bleiben die Pupillen erweitet. 

  • Motorik

Auf Grund unserer gezielten Ausrichtung der Augen auf ein Objekt wird ein interessantes Objekt wird immer ein foveales Sehen gewährleistet (die Strahlen fallen in den gelben Fleck - Punkt für das schärfste Sehen). Insgesamt besitzt das Auge sechs externe Muskeln (Muskuli recti medialis und lateralis bewegen das Auge nach Innen [Adduktion] und nach Außen [Abduktion]. rectus superior und rectus obliquus inferior heben das Auge, rectus inferior obliquus superior senken das Auge, in Kombination Kombibewegungen). 

  • Sehen auf der Netzhaut

Der Aufbau unserer Netzhaut (Retina) ist komplex. Sie besteht aus mehreren Schichten verschiedener Zellreihen. Ganz am Ende findet man die Fotorezeptoren. Insgesamt sind vier Zellschichten und 5 Neuonentypen bekannt, welche Licht verarbeiten und zum Gehirn weiter leiten

 

1.) Pigmentepithel:

  • Diese Schicht verbessert die Verarbeitung des Lichtes, da es dieses streut.

2.) Schicht mit Fotorezeptoren:

  • hier sind die Stäbchen und Zapfen eingebetten
  • beide modifizierte Nervenzellen besitzen ein Innenglied mit allen Zellorganellen und ein Außenglied (Zellverlängerung)
  • Außenglieder sind die Rezeptoren
  • ca. 100 Millionen Stäbchen & 5 Millionen Zapfen
  • Lichtinformationen werden als chemische Botschaft an die nächsten Nervenzellen weiter gegeben (Bipolarzellen)

2.1.) Stäbchen:

  • für die Hell-Dunkel-Wahrnehmung wichtig
  • überall auf der Netzhaut zu finden
  • auch als skotopisch-monochromatisches Sehen bezeichnet (Nacht- bzw. Dämmerungssehen)

2.2.) Zapfen:

  • für die Farbwahrnehmung zuständig
  • vorwiegend in der Sehgrube (Zentrum gelber Fleck)
  • 3 Zapfentypen - nehmen unterschiedlche Wellenlängen (Farben) war (Grün, Blau, Rot)
  • wird auch als trichromatisches Sehen bezeichnet
  • alle anderen Farben entstehen durch additive oder subtraktive Farbmischung (siehe oben)

3.) Bipolarzellschicht:

  • in dieser Schicht liegen zwei Zelltypen: Bipolarzellen und Müller-Gliazellen

3.1.) Bipolarzellen

  • erste Verarbeitung der Lichtinformationen
  • nehmen chemische Information auf
  • auf Grund verschiedener Lafungen (Membranpotentiale) 

3.2.) Müller-Zellen:

  • liegen zwischen den Bipolarzellen
  • Versorgung der Netzhaut mit Nährstoffen und Elektrolythe
  • beeinflussen die Bipolarzellen durch Botenstoffe 

4.) Ganglienzellschicht:

  • liegen auf der Vorderseite der Retina (Abschluss der Retina)
  • erzeugen Aktionspotentiale
  • gemeinsame Axone (Fortsätze von Nervenzellen) bilden den Sehnerv (Tectum opticum)

LAMPEN & KÜNSTLICHES LICHT


Oben in der Historie erkennst du, wie wir zeitlich das Licht nutzen. Als erstes war die Sonne unser ständiger Begleiter, danach Feuer (Fackeln, Öllampen & die Glühlampe. Alles Dinge, wo etwas verglüht bzw. verbrennt. Wärme, verschiedene Lichtwellen aber auch Infrarotlicht spielen hier eine bedeutende Rolle. Auf Grund neuer Möglichkeiten, des Energiesparplanes und Ideen der CO2-Bilanz haben (außer die Sonne) diese Lichtquellen in den Hintergrund rücken lassen und wurden durch Halogen (was auch noch der Glühlampe am nächsten kommt), Sparlampen, (O)LED´s und Laser ersetzt. Hier nun auch Gefahren und Beachtungskriterien, wenn es um Leuchtmittel geht.


DER ENERGIESPARPLAN

DAS AUS FÜRS GESUNDE LICHT



Wir wissen alle, dass Energie nicht einfach aus der Steckdose kommt und einen langen Weg hinter sich hat. Eine Überlegung des Energiesparplanes ist es, die Beleuchtung im Energieverbrauch zu reduzieren. Wenn man die Lichtausbeute (Effizienz) einer Glühlampe beschreibt, dann steckt dies bereits im Namen: das Teil GLÜHT, es strahlt also Wärme ab und hat einen hohen Rotanteil (auch IR). 95% der Energie geht in Wärme über und die Lichtausbeute leuchtet mit 5% unseren Weg. Günstig in der Herstellung und im Vergleich des Stromverbrauches schneidet die Glühlampe schlecht ab. Also wurden sie im Zuge der Energiesparplane aus dem Verkauf genommen. Wenn man sich die Anschaffungskosten von neuen Lampen anschaut, dann zahlt man hier ein Vielfaches des Preises einer Glühlampe. Das Lichtspektrum und die Schalttechnik von LED´s und Co sind eine Katastrophe für das Auge.

 

Hier ein paar Grundgedanken bzgl. der Verwendung von Lampen im Haushalt:

  • sie brauchen Strom, klar!
  • wie viele Lampen sind im Haushalt? Wir haben genau 4 Lampen daheim: eine im Flur, eine im Bad, eine in der Küche und eine für Schlafzimmer & Wohnzimmer (tragbar). Wenn wir zu besuch bei Freunden oder Bekannten sind, dann hat manchmal der Flur auf Grund der Deckenspots schon mehr Lampen als unsere gesamte Wohnung. Die Frage: wozu?
  • wann machen wir Licht in der Wohnung - wenn es dunkel ist - ja nach Jahreszeit wird es ja unterschiedlich dunkel. Im Sommer schalten wir tendenziell später bzw. gar kein Licht an und im Winter gegebenenfalls am frühen Abend eher
  • im Winter benötigt der ein oder andere ja etwas mehr Wärme - diese kann über die Heizkörper kommen oder über die damalige Glühlampe
  • die abgestrahlte Wärme kann also saisonal nützlich sein
  • heute kauft man für mehr Geld Leuchtmittel, die ein ungünstiges Farbspektrum abgeben, nachweisbar die Hormone durcheinander bringen, flackern und somit ein Stressor sind - die Symptome, Beschwerden bzw. Folgen könen wir ja dann mit dem gesparten Geld investieren

Die Kosten hören aber nicht im Kauf und bei der Nutzung auf. Einbezogen sollten immer die Produktionskosten (Beschaffung der Ressourcen) und die Entsorgung berücksichtigt werden!



BLAULICHT

DIE SCHATTENSEITE VON KÜNSTLICHEM LICHT



Wie oben bereits angedeutet, besitzt Licht eine riesen Bandbreite von elektromagnetischen Wellen und nur einen kleinen Anteil bezeichnet man sichtbares Licht. Dieses Farbspektrum besitzt verschiedene Wellenlängen und unsere Zapfen nehmen diese auf uns stellen unser Bild farbig dar. Dieses Farbspektrum hat aber auch eine Auswirkung auf unseren Biorhythmus und somit auf alle Abläufe unseres Körpers.


UNSER BIORHYTHMUS


Dieser Abschnitt wird dir Einblicke geben in eine Wissenschaft, welche sich mit der Zeit (Chronos) und dem Leben (bios) widmet. Die Chronobiologie beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Zeit auf biologische Systeme und wie Zellen die „Zeit“ messen und diese verstehen. An den Anführungsstrichen siehst du bereits, dass Zeit in dem Sinne, wie wir sie kennen - in Form von Minuten, Stunden, Tagen, Jahren - nichts mit der zellulären Zeit zu tun haben. Im 13. Jahrhundert fing man an, den Tag genauer zu tackten. Vorher hielt man sich an Sonnen- und Wasseruhren, welche für die heutigen Gegebenheiten viel zu ungenau wären. Zeit brachte den Takt und mit ihr begann der Kapitalismus – man konnte Zeit mit Geld gleichsetzen. 

 

Im 13. Jahrhundert wurde die Sünde „Müßiger, der seine Zeit verliert, der sie nicht bemisst, gleicht den Tieren und verdient es nicht, als Mensch angesehen zu werden" mit der Notwendigkeit der genauen Zeittaktung geprägt. Vor dieser Zeit prägten Bauernregeln und Weisheiten den Tagesrhythmus: Bei Sonnenaufgang, der höchsten Mittagshitze, Sonnenuntergang, wenn es dunkel ist. Stell dir mal vor, du verabredest dich mit einem Bekannten mit den Wortlauten: „Wir treffen uns zum Essen bei der höchsten Mittagshitze“. Für die heutigen Verhältnisse unvorstellbar.

 

Doch wie und was reagiert in unserem Körper auf Zeit? Wir werden wach und wir werden müde, unsere Konzentration schwankt und alle Organe und ihre Abläufe in unserem Körper müssen zeitlich synchronisiert werden und das ohne einen Blick auf die moderne Smartwatch.


DIE STEUERUNG UNSERER INNEREN UHR


Unser innerer Rhythmus wird rund um die Uhr synchronisiert. Hierzu müssen wir auf zweierlei Dinge eingehen. Zum einen, WIE unser Körper sich tacktet und WARUM der heutige Rhythmus derart aus der Bahn geworfen wird.

Am besten nehmen wir unsere Umgebung, Farben, Hell & Dunkel mit unseren Augen wahr.

Aber unsere Augen sind nicht nur für das Sehen verantwortlich, sondern gleichzeitig stellen sie unsere inneren Uhren. Etwa 2-3 cm hinter der Nasenwurzel, über der Kreuzungsstelle der Sehnerven, liegt eine reiskorngroße Hirnstruktur, welche zum vorderen Hypothalamus gehört: Der suprachiasmatische Kern (SCN).

Dieser Kern bildet unsere „Master-Clock“ und kommuniziert unter anderem direkt mit den Hormondrüsen im Gehirn:

  • Zirbeldrüse:
    • Schlafhormon Melatonin - Schlafhormon
  • Hypophyse:
    • Somatropin – Wachstum & Energiebereitstellung – auch GH (growth hornone)
    • Thyrotropin – Schilddrüse
    • folikelstimulierendes Hormon & luteinisierendes Hormon – Sexualität
    • Prolactin – Brustwachstum & Milchdrüsen
    • Melanotropin – Steuerung der Hautpigmentierung
    • Oxytocin - Bindungshormon
    • ADH – anti-diuretisches Hormon – Steuerung der Niere – Wasserhaushalt
    • ACTH – adrenocorticotropes Hormon – Steuerung der Nebennieren – Cortisol

 

Unser Körper besitzt verschiedene Empfänger, welche Lichtstrahlen registrieren und die Wellenlängen absorbieren.


Physikalisch gesehen ist Licht elektromagnetische Strahlung (EMS). Den sichtbaren Bereich bezeichnen wir als Licht. Alles über und unter dem sichtbaren Bereich wird als Strahlung bezeichnet (UV- & Infrarotstrahlen). Das sichtbare Spektrum des Lichtes (400-700 Nanometer nm) ist mit den Farben eines Regenbogens zu vergleichen: Violett, Indigo, Blau, Grün, Gelb, Orange und Rot.  Nicht jede Strahlung unserer Sonne gelangt auf den Boden. Zum Beispiel UV-C Strahlung, welche für uns gefährlich ist, wird von unserer Atmosphäre gefiltert. Sichtbares Licht und Infrarot passieren die Atmosphäre, was allen Organismen nutzt (Pflanzen = Photosynthese).



UNSERE MESSINSTRUMENTE


Unsere Netzhaut im Auge besteht aus 3 Zellschichten:

  • Rezeptorzellen: Stäbchen (Licht allgemein) und Zapfen (Farbsehen)
  • Bipolare Zellen: Horizontalzellen und amakrine Zellen
  • Ganglienzellen:  direkte Verbindungen ins Hirn (SCN)

Einfallendes Licht muss erst die Ganglienzellen und die bipolaren Zellen durchqueren. Besonders die Ganglienzellen spielen im Abgleich unseres Biorhythmus eine große Rolle. Die Ganglienzellen enthalten Melanopsin und Neuropsin. Melanopsin ist besonders bei dem Blauanteil des Lichtes empfindlich (ca. 450-470nm).

Je mehr Blaulichtanteil in unserer Umgebung, desto wacher fühlen wir unsIn der Natur finden wir beim höchsten Sonnenstand den meisten Anteil blau im Licht. In der Zeit, wo es auch am hellsten ist. Blaulicht unterdrückt die Melatoninbildung. Melanopsin hat auch einen Einfluss auf unsere Pupillengröße. Auf Grund dem natürlichen Fehlens des blauen Lichtes am Abend (Sonnenuntergang), werden wir ohne Fremdeinwirkung von künstlichem Licht abends müde. Neuropsin nimmt UV-A-Strahlung (ultraviolettes Licht) auf und ist scheinbar eine Absicherung zum Melanopsinsystem.



Auch andere Gewebe, außer unsere Augen, enthalten Fotorezeptoren. Die Chromophore in verschiedenen Geweben nehmen auch verschiedene Wellenlängen war. Ein bekanntest Pigment ist Melanin in unserer Haut. Auch unsere DNA und  7DHC (7-Dehydrocholesterol, welches  in der Herstellung von Vitamin D eine essentielle Rolle spielt), nehmen Licht auf und nutzen es für unseren Körper und unsere Gesundheit.

 

Blaulicht ist passé nicht schädlich. Nur zur richtigen Zeit mit der natürlichen Dosis reguliert es unseren natürlichen Biorhythmus.



DAS HEUTIGE PROBLEM MIT DEM LICHT


Wenn wir nur mit der Sonne leben würden, wären wir im Winter und bestimmten Breitengraden wohl wirtschaftlich nicht sehr nützlich. Wir wären spät munter und zeitig wieder müde. Um die Tage zu verlängern, nutzt man künstliche Lichtquellen, welche natürlich heute nicht weg zu denken sind. Wie zuvor beschrieben, tacktet unser Auge mit Hilfe von Rezeptoren, welche besonders auf Blaulicht (400-500nm) reagiert, unseren Biorhythmus (Hormonhaushalt, Regeneration, Schlaf, Leistungsfähigkeit, Immunsystem,…). Der Verlauf des Tageslichtes und sein vollständiges Farbspektrum ist die optimalste Ausgangslage für uns. Glühlampen (die aus Energiesparmaßnahmen verboten wurden) kamen auf Grund ihres "Glühen" der Sonne und somit dem Tageslicht sehr nahe.  Um Lampen energiesparender zu machen, beschränkt man das Farbspektrum und deren Strahlung (zum Beispiel Infarotstrahlung). Mit dem heutigen LED-Sparwahn haben wir hohe Blaulichtanteile rund um die Uhr in unser Leben gelassen. Wir sparen sogar nicht nur Energie, sondern auch an unserer Gesundheit. So kann man gleich doppelt an uns verdienen! Auch LCD Bildschirme von Flimmerkisten, Smartphones, Fitnesstrackern, Werbung auf den Straßen, Tablets & Co strahlen hauptsächlich blaues Licht ab. Du kannst dir also denken, dass dies ein Problem für alles, was unseren Biorhythmus betrifft, mit sich bringt.

NATÜRLICHES LICHT & DIE GLÜHLAMPE


TAGESLICHT - IM TAGESVERLAUF WECHSELND

GLÜHLAMPE


KLARE NACHT

VOLLMOND



BELEUCHTUNG IN UNSEREM UMFELD

MAN BEACHTE DIE BLAULICHTSPITZEN!


LEUCHTSTOFFRÖHRE

LED STRAßENBELEUCHTUNG


OSRAM

ENERGIESPARLAMPE



MODERNE LÖSUNGEN GEGEN KÜNSTLICHES LICHT


Alles was verbrennt, kommt der Sonne vom Farbspektrum (besonders der rote Anteil im Licht) sehr nahe. Genau dieser Anteil erzeugt aber auch Wärme, welches dir vielleicht von einer warmen Rotlichtlampe bekannt ist. Wärme bedeutet auch gleichzeitig Energieverbrauch. Wenn es um Licht geht, dann ist Wärme von Nachteil. Daherwurden uns die Glühlampen 2009 als Produkt im Verkaufssortiment verboten. Aus energetischer Sichtweise nachvollziehbar, aus gesundheitlicher ein absoluter Gau. Besonders LED´s und Leuchtstoffröhren haben sehr wenig mit natürlichen Licht gemeinsam und treten deinem Biorhythmus ordentlich in den Hintern. Einen anderen Nachteil möchte ich dir mit der Generation LED hier erwähnen. Auf Grund unseres Wechselstromes und der Bauweise vieler LED´s (auch andere Lichtquellen fallen darunter) flackert das Licht. Das kennst du vielleicht, wenn du am späten Abend ein Foto mit einer Kamera machen möchtest und das Licht streifig über den Bildschirm läuft. Unser Auge nimmt diese Frequenzen war. Der eine mehr, der andere weniger - aber jeder nimmt sie wahr. Dies muss mit einer Art Gleichschaltung im Hirn und unter Energieaufwand geschehen. Auch das kann für den Körper Stress bedeuten und uns auf Dauer negativ beeinflussen.



Blaulichtfilter wie die App IRIS. F.Lux für den PC, Twilight, Night Shader beim Iphone mit einstellbaren Filter für die Blaulichtanteile eignen sich sehr gut für elektronische Geräte. Es empfiehlt sich ab 14:00 den Filter zu aktivieren.

 

Wenn man unterwegs ist und die Weihnachtszeit ist ein Paradebeispiel dafür (hellbeleuchtete Märkte, Buden & Co.), aber auch auch Straßenlaternen und beleuchtete Werbetafeln bringen unseren Körper auf Dauer durcheinander. Hier empfehlen sich Blueblocker Brillen (Blaulichfilterbrillen), welche man dann wie eine normale Brille trägt. Die Gläser dieser Brillen sind markant gelb/orange. Für Brillenträger gibt es entsprechende Clips. Auch kannst du dein heimisches List austauschen. Das einfachste und natürlichste ist das Feuer - spricht Kerzen zum Abend hin anzünden. Wenn dir das zu gefährlich ist (auch hier kann man auf Nachhaltigkeit achten), hat die Industrie inzwischen reagiert. Zum Beispiel gibt es von Philips Hue. Diese habe ich eine Zeit lang getestet, aber wieder zurück geschafft (extremes Flackern und EMF). Du musst also daheim nicht dauerhaft den Zustand der Mittagssonne simulieren, sondern dehnst den Sonnenuntergang etwas aus. Die besten Erfahrungen habe ich mit den Blueblockerbrillen gemacht. Ein Nachteil der Blueblockerapps ist, dass sie zwar den Blaulichtanteil filtern, aber kein Rotlicht hinzufügen, welches besonders für unsere Regeneration notwendig ist. Hier kann man zum Abend ergänzend Lampen verwenden (zum Beispiel rote Infrarotlampen entsprechend dosiert).



LÖSUNGEN & IDEEN

MÜSSEN WIR NUN IN DUNKELHEIT LEBEN?



Was heißt das nun für uns im Alltag und unsere Gesundheit? Hier meine Stichpunkte für ein gesundes Lichtbiotop!

  • die Sonne ist unser natürlichste Lichtquelle, unsere gesamte Natur richtet sich danach (Biorhythmus, Pflanzen, Tag & Nacht, ...)
  • die Sonne bietet nicht nur sichtbares Licht, sondern auch IR-Licht, welches teils sehr tief in die Haut eindringt und positive Wirkungen mit sich bringt
  • die Sonne ist Taktgeber für unser Körper, fehlendes Licht wird mit Hilfe künstlichen Lichtquellen aufgefüllt
  • alles was glüht, kommt der Sonne am nächsten (Kernzen, Feuer, ehemalige Glühlampen, teilsweise Halogenlampen)
  • Sparlampen sind Mist (Farbspektrum und Nachhaltigkeit kann man die Teile vergessen!!)
  • LED´s sind noch nicht ausgereift
  • meiden oder schützen
    • meiden: kein künstliches Licht nach Sonnenuntergang (erzähl das mal den Buden auf dem Weihnachtsmarkt oder der Werbeindustrie)
    • schützen: Blaulichtfilter auf Handy und PC oder noch besser eine Blueblockerbrille verwenden!
  • überdenke deine Anzahl von Lampen in deiner Wohnung - wir haben insgesamt 3 Lampen für den Abend in der Wohnung
    • eine im Bad (Glühlampe)
    • Küche (Glühlampe)
    • Schlafzimmer/Flur - eine Lampe zum transportieren (Glühlampe)
  • den Energiesparplan für zu Hause kann man vergessen. Klar verbrauchen die Glühlampen mehr Energie, bringen aber auch im Winter mehr Wärme (dafür haben wir keinen Fernsehr oder andere Hightech ständig laufen)
  • Lampen an der Decke bieten zwar viel Licht, aber wir haben eine sehr gute Anpassung an Dunkelheit (ok, wir sind keine Eulen oder Füchse. aber wir können bei Dämmerung noch gut sehen!)
  • das Flackern ist gänzlich ein Problem auf Grund unseres Wechselstroms, im Grunde müsste man zwei separate Stromkreisläufe schaffen - einen Gleichstrom für Beleuchtung und Wechselstrom für Netzbetreiber (Kühlschrank, Herd, Ladekabel, ...)
  • schau dazu auf www.lichtpeter.de und durchforste seine Ergebnisse
  • unterstütze Maximilan Blaschke - es gibt sehr viele, welche unter dem heutigen Licht leiden (dazu zählen auch Menschen, welche sich nicht äußern können oder nicht in der Lage sind)

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Bis bald und lebe natürlich gesund!

 

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Carsten Wölffling (B.Sc) 

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