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Kalte Thermogenese - mit Kälte Abnehmen

MIT KÄLTE ABNEHMEN

Warum wird immer mit Kälte das Abnehmen beworben? Gehen wir dem Ganzen auf den Grund!


Lesezeit:

5min

Was erfährst du:

  • Warum steigt der Energieumsatz bei Kälte?


ABNEHMEN - ERHÖHTER STOFFWECHSEL DURCH DIE WIRKUNG VON HORMONEN


Wenn man sich Kälte aussetzt, dann spielt natürlich die Temperatur und die Länge der Einwirkung eine Rolle. Dazu aber dann später. In Untersuchungen fand man heraus, dass sich der Stoffwechsel mehr als um das 300 fache ansteigen kann, wenn man sich Kälte aussetzt (14°C - eine Stunde - NICHT SOFORT NACHMACHEN). Wie kommt dies zu Stande?

  • Zittern (Muskeln kontrahieren) - das ist ein Zeichen, dass du nicht gut an Kälte angepasst bist, wärmt aber dennoch
  • Thermogenese mit Hilfe der Mitochondrien (braunes Fett) - dieser Effekt wäre wünschenswert!

Wenn wir uns Kälte aussetzen, dann setzen wir unseren Körper einen Stress aus. Die Körperkerntemperatur ist in Gefahr. Daher werden verschiedene Hormone ausgeschüttet um diese aufrecht zu erhalten. Hier ein paar genannt und erklärt, welche man bei der Recherche findet. Hier findet man im Grunde jegliche Stresshormone und deren Neurotransmitter. 

  • CRH
  • ACTH (Adrenocorticotropin)
  • Adrenalin
  • Noradrenalin
  • Leptin
  • Thyroxin

CRH

CRH bzw. Corticotropin-releasing Hormone) wird im Hypothalamus hergestellt und regelt auftretenden Stress. Es triggert das sympathische (Stress) System und aktiviert die HHN-Achse (Hypothalamus-Hypophyse-Niere). Das sympathische System hat einen Einfluss auf Adrenalin & Noradrenalin und die HHN-Achse auf die Bildung von Cortisol. Kälte löst ua. diese Kaskade aus.

 

ACTH

Adrenocorticotropin bzw. Adrenocortikotropes Hormon ist ein Hormon, welches im Hypophysenvorderlappen gebildet wird und die Nebennierenrindenfunktion steuert. Kurz gesagt: Ein Hormon aus dem Hirn, was Einfluss auf die Nebenniere hat. ACTH hat ua. Einfluss auf weitere Hormone: Cortisol, Sexualhormone, Aldosteron (Einfluss auf das Blutvolumen und Blutdruck - wird erhöht).

 

ADRENALIN

Adrenalin kennt der ein oder andere vielleicht von dem Rummel, wenn die Achterbahn ihre Kreise fährt. Auch Epinephrin genannt, wird im Nebennierenmark produziert. Da ein Kältereiz das sympathische Nervensystem triggert, kommt es zu einer Adrenalinausschüttung. Das Hormon bewirkt eine Beschleunigung des Stoffwechsels in dem es die Glucose in der Leber mobilisiert und den Fettabbau ankurbelt. Es geht schlicht weg um eine erhöhte Bereitstellung von Energie. Das Ergebnis von Adrenalin sind eine erhöhte Herzfrequenz, eine tiefere Atmung (mehr Sauerstoff wird benötigt), eine schlechtere Durchblutung des Verdauungstraktes (falls du schon einmal bei Minusgraden auf dem Lokes gesessen hast, kannst du das vielleicht nachvollziehen). 

 

NORADRENALIN

Wenn wir schon bei Adrenalin sind, dann ist Noradrenalin oftmals nicht weit weg. Noradrenalin hat gegenüber Adrenalin zweierlei Wirkmechanismen. Zum einen als Hormon und als Neurotransmitter. Der Neurotransmitter wird vom sympathischen Nervensystem (Stress, Aktivierung) ausgeschüttet und entfaltet die ähnliche Wirkung von Adrenalin.

 

LEPTIN

Leptin ist ein Hormon, welches in den Fettzellen hergestellt und durch Insulin getriggert wird. Im Hirn kann Leptin an Leptin-Rezeptoren andocken und kommuniziert mit dem Hypothalamus. Hier spielen zwei Faktoren eine wichtige Rolle: Leptin muss produziert werden und das Gehirn muss Leptin "hören" (andocken án die Rezeptoren). Kälte kann hier zwar nicht direkt auf Leptin Einfluss nehmen, allerdings  auf die Schilddrüse und den Aufbau von braunem Fettgewebe.

 

THYROXIN

Die Schilddrüse ((Thyreoidea) liegt im Halsbereich und hat die Form eines Schmetterlings. Ihre Hormone T4 (Thyroxin) und T3 (Triiodthyronin) greifen auf den Energiehaushalt und somit auf die Regelung unseres Energiegrundumsatzes ein. Wenn die Körpertemperatur in Gefahr ist (Kältebad, Eistonne, kaltes Duschen), dann enthält der Hypothalamus die Meldung "zu kalt" und schüttet TRH (Thyreotropin-Releasing Hormon) aus. Dieses regt die Hypophyse zur Produktion von TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) an, welches wiederum die Schilddrüse anregt T3 und T4 zu produzieren. Diese regen nun den Stoffwechsel in den Zellen an. Kälte (saisonal) hat also einen wichtigen Einfluss auf die Bildung von Schilddrüsenhormone und überhaupt die Funktion der Schilddrüse.


FAZIT: ERHÖHTER STOFFWECHSEL & HORMONE


Der erhöhte Stoffwechsel resultiert aus dem Kältereiz als Stressor. Das Absinken der Körperkerntemperatur bedeutet für den Körper extreme Gefahr und somit fährt der Körper das volle Stressprogramm ab. Wohl dosierter Stress (und dieser Stressor ist uns über viele Jahre Evolution ein guter Bekannter) kann nützlich sein, dem Körper gezielte Reize zu geben. Hier eine rhetorische Frage: Wann ist uns in der heutigen Modernen noch richtig kalt?

 

Mit der Thermogenese wird ein MEHR an Energie benötigt, um den Körper warm zu halten.

MERKE: Wenn die Energieaufnahme dennoch den Energieverbrauch übersteigt, dann kann man sich noch so viel einen abfrieren!


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Dein Paleo Lifestyle Coach, Biohacker & barfüßiger Sporttherapeut - Carsten



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Carsten Wölffling (B.Sc) | Functional Basics

Coach & Speaker für artgerechte Gesundheit

Sporttherapeut, Health & Food Coach, kPNI i.A, 

Barefoot Coach, Biohacker

 

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